Geplante Westernstadt in Dolberg
Do., 26.01.2012
Auf jeden Fall weitermachen: Ortsausschuss stimmt für Überprüfung der Pläne
Dolberg -
Ahlen - Die Projektidee Westernstadt Dolberg kann weiterverfolgt werden. Der Ortsausschuss stimmte Donnerstagabend der Änderung des Flächennutzungsplans und dem Aufstellungsbeschluss für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan mehrheitlich zu.
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Auf jeden Fall weitermachen und sehen, wie sich alles entwickelt – das ist die Botschaft, die der Ortsausschuss am Donnerstag in Sachen Westernstadt Ostdolberg mit großer Mehrheit (elf Ja-Stimmen, eine bündnisgrüne Enthaltung) gesandt hat. Sowohl die nötige Änderung des Flächennutzungsplanes als auch den Aufstellungsbeschluss für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan segnete das Gremium am Ende der knapp einstündigen Präsentation durch die Verwaltung ab.
Die relativ kurze Diskussion fand vor einer historischen Kulisse statt: Erstmals überhaupt waren mehr Zuschauer in den Versammlungsraum der Mehrzweckhalle gekommen, als der Ausschuss Mitglieder hat. Geschätzte 80 Männer und Frauen wollten wissen, was genau es mit dem Millionenprojekt auf sich hat.
Das skizzierten Stadtplaner Mattias Bartmann und sein Kollege Thomas Kampmann eingangs – wie Bartmann betonte, in Dolberg als erstem Gremium des Rates.
Dem Votum voran gingen erste Stellungnahmen der Fraktionen unterschiedlicher Einschätzung. Während Günter Harms für die SPD von einer „für einen Ort wie Dolberg interessanten Geschichte“ sprach, sich aber Fragen noch vorbehielt, klang die CDU eher leicht skeptisch. Wie es denn mit der Liquidität der Investoren aussehe, wollte Jochen Rabe wissen. Parteifreund Theo Kerkmann bezog sich auf die Irritationen wegen der bisher bekannten Gebietsgrenzen (die „AZ“ berichtete) bei der Projektidee.
Mattias Bartmann wies in puncto Liquidität wie Thomas Kampmann auch darauf hin, dass die Betreiber solche Nachweise im Rahmen des – noch ganz am Anfang stehenden, ergebnisoffenen – Verfahrens erbringen müssen. Er wertete aber allein die Tatsache als Belege für die Ernsthaftigkeit des Interesses, dass die Investorengruppe immerhin zur Finanzierung teurer Gutachten bereit sei. Lärmentwicklung, Verkehrsanbindung, zusätzliche Abbiegespuren für die Uentroper Straße – das alles zu untersuchen, koste schnell eine hohe fünfstellige Summe.
Aus dem Publikum waren insbesondere wegen der Wirtschaftlichkeit solcher Projekte und Plandetails wie einem Wohnmobilparkplatz auf dem Areal der ehemaligen Spedition Reinke deutliche Missfallensbekundungen zu hören (ausführlicher Bericht folgt).
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