Immer wieder Zugaben

So., 29.01.2012

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Gala-Prunksitzung von Ahlens ältester Karnevalsgesellschaft „Pütt-Pott-Ploug“

Immer wieder Zugaben : Gala-Prunksitzung von Ahlens ältester Karnevalsgesellschaft „Pütt-Pott-Ploug“

Eine schier unendliche Polonaise tobte bei der PPP-Gala durch die Stadthalle. Da fühlte sich Seine Tollität Christian I. bei Ahlens ältester Karnevalsgesellschaft sichtlich wohl. Foto: Reinhard Baldauf

Ahlen - 

Da stahl doch die kleine Prinzessin dem großen Prinzen glatt die Show. Die Herzen der PPP-ler und ihrer Gäste flogen Ihrer Lieblichkeit Caitlin I. beim großen Gala-Abend von Ahlens ältester Karnevalsgesellschaft „Pütt-Pott-Ploug“ nur so zu. Als sie mit Seiner Tollität Christian I. auf der Bühne stand, hatte die Kinderprinzessin eine Überraschung parat: Caitlin I. stimmte das Karnevalslied an, das im Jahr 1936 der Großvater von PPP-Präsidentin Susanne Otte, „Schittken“ Brügge­mann, nach Ahlen brach­te: „Ohne Karneval kann ich nicht sein“.


Ergriffen standen die meisten PPP-Mitglieder auf und sangen mit. Den närrischen Ohrwurm der „Narrhalla Ahlensis“ hatte „Schittken“ Brüggemann vom Rhein an die Werse mitgebracht. Sein Freu­nd Willi Breuer in Köln hatte diesen närrischen Evergreen damals extra für Ahlen gemacht.

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Die gesamte Narrenschar in der Stadthalle begrüßte zunächst Zeremonienmeisterin Julia. „Einen Abend voller Heiterkeit“ wünschte sie allen im Saal. Nach dem Einmarsch von Elferrat und Garde begrüßte Präsidentin Susanne Otte, die zahlreichen Ehrengäste mit BAS-Sprecher Karl-Heinz „Carlo“ Wilk und Bürgermeister Benedikt Ruhmöller an der Spit­ze. Und dann startete auch schon das PPP-Feuerwerk der Freude.

Nein, es war nicht Cindy aus Marzahn, sondern „Et Vings­trösen“, das für die ersten Lacher sorgte. Sie beschrieb sich als Trägerin der Größe „SE“ – Small Elefant. Das Wort Mode buchstabierte die Humoristin ganz neu: „Männer opfern die Ersparnisse“.

Die große tänzerische Tradition bei PPP führt die Jugendgarde weiter, die für ihren Auftritt viel Applaus bekam und die Tanzgarde kam später nicht ohne Zugabe von der Bühne. Richtig sportlich und zugleich elegant war PPP-Tanzmariechen Sarah-Loreen bei ihrem gekonnten Auftritt.

Die Liebe hat PPP-Elferrat Peter aus der Pfalz ins Münsterland gelockt. Als „Sit­zungspräsident“ trat er in die Bütt und sorgte endlich mal wieder für eine echte Büttenrede. Klar, da kam dann auch der Erste Bürger der Stadt drin vor: „Mit Dir ein Glucki-Glucki, dann tanz’ ich auch noch Rucki-Zucki mit Dir.“ Der Vortrag von Peter Mohr mit etwas Pfälzer Mundart sorgt­e für Vergnügen im Saal. „Die Krähenfelder“ ließen eine schier unendliche Polonaise durch die Stadthalle toben. Mit seinen Kölschen Liedern sorgte das Duo für viel Heiterkeit.

Humorvoll blickte „Der Weltenbummler“ in die Welt und kam ebenfalls nicht ohne Zugabe von der Bühne. Am Ende des närrischen Abends sorgten „Heri und Geli“ für eine musikalische Zeitreise durch die letzten Jahrzehnte, die ganz lateinamerikanisch begann. Das Gesangsduo ließ Bewegung im Saal aufkommen. Da zuckten bei vielen schon die Tanzbeine.

Höhepunkt des Abends war natürlich der Einzug von Stadt­prinz Christian I. mit großem Gefolge. Die Tollität ging wieder voll mit und bewies, dass ungeheure Mengen närrisches Blut in seinen Adern fließt. Lautstark schm­etterte er zu den Klängen der „Happy Trumpets“ sein Prinzlied und warb für die „freiwillige Eintrittskarte zum Rosenmontagszug“, den Sessionsorden.

„Chic, Charme und eine gute Stimme“, bescheinigte PPP-Präsidentin Susanne Otte Ihrer Lieblichkeit Caitlin I., deren Familie seit Generationen treu zu PPP steht. Die Präsidentin konnte sich später einmal Caitlin als Karnevalsprinzessin vorstellen. Neben vielen Orden und Geschenken hatte Seine Tollität Christian I. noch etwas mitgebracht: Ein Plakat für den PPP-Gala-Abend von 1963. Am Rande bekam Senatspräsident Winfried Brüggemann von RRP-Vizepräsident Ulf Kamp eine alte Nar­renkappe überreicht. Brüg­gemann iden­tifizierte diese sofort als eine von der „Werseflotte“. Kamp hatte die Kappe auf einem Wühltisch bei „Horizonte“ entdeckt.

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