Schützenfest im Wilden Westen
So., 29.01.2012
König „Winni One“ und Hofstaat zünden närrisches Feuerwerk / Prinzessin zu Gast
So hätte es ausgesehen, wenn Cowboys und Indianer bereits im Jahr 1811 gemeinsam Schützenfest gefeiert hätten. König Winni One und sein Gefolge überraschten mit einem temporeichen Auftritt.
Tönnishäuschen -
Wie wäre es zugegangen, wenn Cowboys und Indianer vor 200 Jahren gemeinsam Schützenfest gefeiert hätten? Bunt und närrisch. Tönnishäuschens amtierender Regent Winni Berkemeier und seine Mitregentin Annette Brüggemann zeigten es: Sie entführten die Besucher des Winterfests am Samstagabend ins Land mutiger Revolverhelden und naturverbundener Rothäute.
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Doch zunächst lockte Thomas Pabst die Gäste auf eine völlig falsche Fährte. Sein Safari-Dress ließ auf eine Reise ins Dschungelcamp schließen. Doch dann entpuppte sich der vermeintliche Dirk-Bach-Mime als Lord Castlepool, der auf der Suche nach seltenen Schmetterlingen den einsamen Indianer Winni One (Winni Berkemeier) traf. Nach einer heftigen Begegnung mit Old Shatterhand (Markus Kocker), die mit Nasenbluten endete, war es Zeit für die Blutsbrüderschaft – und ein gemeinsames Schützenfest in Los Kapellos.
Unter den wachsamen Augen des Schießmeisters Don Zippelino (Thomas Stapel) gelang Winni der goldene Treffer. Die Squaw aus dem Nachbarzelt (Annette Brüggemann) war schnell als Königin ausgemacht und der Jubel kannte keine Grenzen mehr. Sam Hawkins (Alfons Beier) musste seinen Skalp festhalten, das Halbblut Apanatschi (Verena Stapel) ging gemeinsam mit der offenherzigen Bardame Gisela (Melanie Kocker) auf Männerjagd und die übrigen Thronmitglieder rissen das abenteuerlich kostümierte Volk mühelos mit ins fröhliche Getümmel. Ein Auftritt, der sowohl in Kostümwahl als auch schauspielerisch überzeugte.
Die „Hellbachfunken“ sowie die Nachwuchsgarde der Sendenhorster KG „Schön wär‘s“ präsentierten zwischendurch ihre aktuellen Tänze. Ohne „Zugabe“-Rufe kamen sie nicht davon. Prinzessin Ulrike Wemhoff und ihr KG-Gefolge machten ebenso ihre Aufwartung. Die Narrenfürstin verteilte Orden an die Potentaten der Kapellengemeinde sowie Schützen-Chef Heinrich Wördemann, der mit Michael Füchtenhans auch die Moderation des Abends übernommen hatte.
Einen humorvollen Schlagabtausch lieferten sich später Ria und Tinna Lüring, indem sie ein biblisches Motiv aufgriffen. Moses, der im Gespräch mit dem Heiligen Vater von den zehn Geboten erfährt, hat einen besonderen Wunsch: „Kannst du Enniger verschwinden lassen?“ Dieser Traum des bärtigen Mannes geht natürlich nicht Erfüllung. Und das Gebot „Du sollst nicht falsch Zeugnis ablegen“ hielt Moses ebenfalls für schwer umsetzbar: „Wenn man sieht, was die sich da am Bosenberg geleistet haben . . .“
Nach dem offiziellen Programm verwandelte sich die Bühne in eine große Tanzfläche. DJ „Möhre“ heizte den Festbesuchern noch bis tief in die Nacht ordentlich ein.
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