VHS-Reihe mit namhaften Schriftstellern
Do., 26.01.2012
„Autoren lesen“: Von feigen Frauen und ehrlicher Arbeit
Die Kooperationspartner präsentierten ein Programm mit vielen bekannten Namen: Jürgen Henke (IWC), Sylvia Sommer (Buchhandlung Sommer), Ulla Ostendorf (Autohaus Ostendorf) und Rudolf Blauth (VHS).
Ahlen -
Blüm und Armbruster, Kaminer und Kuntze – die VHS-Reihe „Autoren lesen“ wartet in ihrem 39. Jahr mit wohlbekannten Namen auf. Am Donnerstag stellte VHS-Leiter Rudolf Blauth das Programm gemeinsam mit den Kooperationspartnern Sylvia Sommer (Buchhandlung Sommer), Jürgen Henke (Industrie- und Wirtschaftsclub IWC) und Ulla Ostendorf (Autohaus Ostendorf) vor.
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Blüm und Armbruster, Kaminer und Kuntze – die VHS-Reihe „Autoren lesen“ wartet in ihrem 39. Jahr mit wohlbekannten Namen auf. Am Donnerstag stellte VHS-Leiter Rudolf Blauth das Programm gemeinsam mit den Kooperationspartnern Sylvia Sommer (Buchhandlung Sommer), Jürgen Henke (Industrie- und Wirtschaftsclub IWC) und Ulla Ostendorf (Autohaus Ostendorf) vor.
„Man wertet ja auch die Ergebnisse der vergangenen Jahre aus“, erklärte Blauth einführend, warum das Programm so ist, wie es ist: „Es taucht keine Lyrik auf, aber dazu kommen einfach keine Leute mehr.“ Auch junge, noch unbekannte Autoren zögen nicht unbedingt das große Publikum, selbst wenn sie Qualität beweisen.
Was aber zieht, ist jetzt in dem neuen Programmheft zu sehen: Ilja Trojanow zum Beispiel, der im Rahmen der „Politisch-Kulturellen Wochen Indien“ seine „Gebrauchsanweisung für Indien“ vorstellt. „Er gehört zur Top Ten der deutschsprachigen Autoren. Er ist scharfzüngig und witzig“, sagte der VHS-Leiter.
Als ARD-Hauptstadtkorrespondent war Sven Kuntze bekannt. Im Ruhestand widmet er sich dem Schreiben und hat mit „Altern wie ein Gentleman“ ein laut Rudolf Blauth „liebenswertes“ Buch herausgebracht.
Mit Norbert Blüm kommt am 20. April ein Politiker der alten Schule ins Autohaus Ostendorf. „Ehrliche Arbeit – Ein Angriff auf den Finanzkapitalismus und seine Raffgier“ heißt sein Werk, das sicher für viel Diskussionsstoff sorgen wird, vermutet IWC-Vorsitzender Jürgen Henke: „Das ist ein Highlight in unserem Programm.“
Für geteilte Meinungen in der Zuhörer- und Leserschaft sorgen sicher auch Karen Duve mit „Anständig essen: Ein Selbstversuch“ und Bascha Mika mit „Die Feigheit der Frauen“. Karen Duve hat schon mit „Taxi“ und „Regenroman“ Bestseller geliefert, Bascha Mika war lange Jahre Chefredakteurin der „TAZ“. Sie geht mit dem weiblichen Verhalten kritisch ins Gericht.
Provokant präsentiert sich im Juli Rupert Neudeck. Der Gründer von „Cap Anamur“ ist für seine radikalen Ansichten in Sachen Entwicklungshilfe bekannt. Sein Buch „Die Kraft Afrikas. Warum der Kontinent noch nicht verloren ist“ passt ebenso wie die Werke von Birgit Vinich („Mama Mutig“) und Prinz Asfa-Wossen Asserate („Ein Prinz aus dem Hause Davids. Und warum er in Deutschland blieb“) auch in die VHS-Reihe „Wie weit ist Afrika“.
In den Nahen Osten entführt ARD-Korrespondent Jörg Armbruster am 8. Mai sein Publikum, während der Gründer der legendären „Russendisko“, Wladimir Kaminer, am 22. November, „Liebesgrüße aus Deutschland“ versendet.
(Das ausführliche Programm in der Freitagsausgabe der „Ahlener Zeitung“.)
