Unfall B 58 vor der Aufklärung
Fr., 03.02.2012
Werkstatt-Recherche führte zum Rollerfahrer
Ahlen -
Ein 51-jähriger Rollerfahrer soll verantwortlich sein für einen Verkehrsunfall, bei dem am 18. Januar zwei 73 und 75 Jahre alte Fußgänger auf der B 58 verletzt worden waren (die AZ berichtete). Einer von ihnen schwer.
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Auf die Spur des Verdächtigen kamen die Ermittler durch Teile des Motorrollers, die an der Unfallstelle sichergestellt worden waren.
Die Polizisten suchten Werkstätten auf und erhielten den Hinweis auf eine bestimmte Marke. Eine Anfrage beim Kraftfahrtbundesamt ergab Hinweise auf etwa 2000 Fahrzeuge dieser Marke, die im Bereich Ahlen und Beckum registriert sind. Im Laufe der Ermittlungen konnte der Kreis der möglichen Fahrzeuge weiter reduziert und der Typ des Rollers identifiziert werden.
Die Beamten überprüften knapp 20 Fahrzeuge jeweils bei den Haltern und wurden fündig. An einem Roller wurde ein beschädigtes Kunststoffteil gefunden, das genau zu dem aufgefunden Teil passte. Der 51-Jährige Halter machte gegenüber den Beamten keine Angaben. Der Motorroller wurde sichergestellt. Die Staatsanwaltschaft Münster gab ein Beweissicherungsgutachten in Auftrag. Gegen den Verdächtigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Verkehrsunfallflucht eingeleitet. Außerdem wird gegen ihn wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt.
Der Mann war zuletzt im Oktober 2011 mit dem Roller aufgefallen. Damals wie jetzt war das Fahrzeug nicht auf die zugelassenen 25 km/h gedrosselt. Bereits im Oktober wurde eine Anzeige vorgelegt.
Am Abend des 18. Januar waren zwei Fußgänger hae der Einmündung Kruppstraße von einem Motorroller angefahren worden. Der Fahrer des Motorroller fuhr weiter, ohne sich um den Unfall zu kümmern.
