„Wasser der Aa, werde klar“
Große Beteiligung an Thomas Nufers „Kammerton A“-Projekt

Münster -

Der Kammerton A, beschwörende Gesänge und eine jaulende E-Gitarre beschallten gestern um Punkt 13 Uhr die beschaulichen Aa-Auen an der Spiekerhofbrücke. Anwohner ließen irritiert ihr Mittagessen stehen, hechteten auf ihre Balkone, und auch die Besucher der nahen Eisdiele staunten nicht schlecht: Rund 150 Kinder und zahlreiche Erwachsene hatten die Wiese an der Aa und die Brücke erobert. Sie bewaffneten sich mit Notenblättern und einer Vielzahl an Instrumenten.

Freitag, 28.09.2012, 18:09 Uhr

„Wasser der Aa, werde klar“ : Große Beteiligung an Thomas Nufers „Kammerton A“-Projekt
Beschwörung an der Aa: Auch diese Schüler halfen mit, die Aa an der Spiegelturmbrücke mikrobiologisch zu „reinigen“. Die Wasserproben (kl. Bild) landeten gleich im Labor. Foto: pesa

Facebook-Party oder Flashmob? Mitnichten. Die 150 Schulkinder waren Teil eines ökologischen Kulturhappenings unter Leitung von Aktionskünstler Thomas Nufer. Der wollte prüfen, ob man mit dem Kammerton A in Gesang und Musik die Wasserqualität der Aa verbessern kann. Im knallroten Anzug eines Zirkus-Kapellmeisters führte er die Schulkinder an. 83 Schüler der Sekundarschule Roxel unter Leitung von Reiner von Borzyskowski (Gitarre) und Ulrich Hesselkamp (Stabspiele) flüsterten viermal den Zauberspruch „Wasser der Aa, werde klar“, während die Klassen 5A und 5D der Gesamtschule Münster in einer Prozession Sonnenblumen in die Aa warfen. Dann begann ein kanonartiger Gesang, unterstützt von Blech- und Holzinstrumenten. Von der Spiegelturmbrücke klang das musikalische Echo der Hauptschüler aus Coerde. Chorleiter Jurij Berges-Maas dirigierte gleich drei Frauen-Chöre. Doc Heyne rockte mit seiner E-Gitarre in bester Jimi-Hendrix-Manier. Alle haben ein Ziel und singen es kraftvoll zum dadaistisch-freejazzigen Ende heraus: „Weg mit den Kolibakterien, weg mit den Blaualgen.“ Im Zentrum des Massenhappenings standen zwei Ampullen, gefüllt mit Aa-Wasser. Wolfram Goldbeck vom Amt für Grünflächen- und Umweltschutz brachte die Proben sogleich zu einem Labor für Mikrobiologie. Mit Ergebnissen ist Anfang Oktober zu rechnen.

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