Sa., 31.08.2013

Serie „100 Jahre Kolonie“ Dreimal drei Angebote für jedes Alter

Dieses historische Foto zeigt den Förderweg in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. Das Bild ist eines von zahlreichen Ansichten, die Stadtarchivar Jürgen Rheker für eine Fotoausstellung zusammengetragen hat.

Dieses historische Foto zeigt den Förderweg in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. Das Bild ist eines von zahlreichen Ansichten, die Stadtarchivar Jürgen Rheker für eine Fotoausstellung zusammengetragen hat. Foto: Archiv Stadt Ahlen

Ahlen - 

Der „Tag des offenen Denkmals“ bildet – wie berichtet – den Kern des Veranstaltungsreigens zum 100-jährigen Bestehen der Bergarbeitersiedlung. Die „AZ“ begleitet das Kolonie-Jubiläum mit einer Serie zur Geschichte dieses facettenreichen Stadtteils. Im fünften Teil wird das Programm zum Denkmaltag genauer vorgestellt.

Der „Tag des offenen Denkmals“ widmet sich in diesem Jahr einer ganzen Siedlung. Aus Anlass des 100-jährigen Bestehens der Bergarbeiterkolonie wurde ein ganz spezielles Programm ausgearbeitet, das die „AZ“ heute etwas genauer vorstellt. Am Sonntag, 8. September, bietet die Stadt Ahlen drei abwechslungsreiche Angebote, die garantiert für alle Generationen etwas bieten. Verantwortlich ist das Team um die städtische Denkmalpflegerin Nicole Wittkemper, die eine spannende, aber auch unterhaltsame Reise in die lokale Denkmalgeschichte verspricht.

„Wir haben die Angebote zeitlich so angelegt, dass man sie durchaus alle an diesem Tag wahrnehmen kann. Wer sich aber zum Beispiel nur für einen Programmschwerpunkt interessiert, ist ebenfalls eingeladen“, wirbt Wittkemper um die Teilnahme.

Die Denkmalexpertin selbst führt am „Tag des offenen Denkmals“ dreimal interessierte Gruppen durch die Zechensiedlung „Neustadt“. Startpunkt ist jeweils um 11, 14 und 16 Uhr am Glückaufplatz. Durch die Kolonie geht es dann über den Morsbach-Platz bis zur Zeche Westfalen. „Dabei ist es besonders reizvoll, dass Orte besucht werden, die sonst nicht öffentlich zugänglich sind“, erklärt Wittkemper und dankt in diesem Zusammenhang besonders den Bürgern, die eine solche Führung möglich machen.

Ganztägig zwischen 10 und 18 Uhr laufen die beiden nächsten Angebote. Im Haus der Hansastraße 47 zeigt Stadtarchivar Jürgen Rheker eine Fotoausstellung zum Thema „Zeche und Kolonie – gestern bis heute in Bildern“. Anhand der zahlreichen Fotos ist die Entwicklung der Zechensiedlung eindrucksvoll nachzuvollziehen. Jürgen Rheker wird selbst vor Ort sein und für Fragen gerne zur Verfügung stehen. Auch die „Ahlener Zeitung“ steuerte Archivmaterial für diese Zusammenstellung bei. Ursprünglich war geplant, die Wohnung mit 100 Jahre altem Mobiliar auszustatten, aber das ließ sich letztlich nicht umsetzen, bedauert die städtische Denkmalfachfrau.

Aktiv Geschichte zu erleben, das ist bei der Teilnahme an der „Zechenrallye“ möglich. Mit einem Fragebogen ausgestattet, den es an der Lohnhalle der Zeche Westfalen gibt, geht es im Anschluss auf einem Rundkurs über das ehemalige Zechengelände. Die Schächte wurden im Jahr 2001 verfüllt. Mit der Frage der Nachnutzung des Bergwerksgeländes an der Doppelschachtanlage 1/2 haben sich viele Arbeitskreise, Projektgruppen und die politischen Gremien seit den 1990er Jahren beschäftigt. Ein Teil der vorhandenen Anlagen, insbesondere die Fördertürme und die frühere Lohnhalle und Waschkaue, wurden als erhaltenswert eingestuft. Eigentümer des neuen Gewerbezentrums ist heute die „Projektgesellschaft Westfalen“. Ein großer Teil ist während des Denkmaltages zu besichtigen.

„Unsere Rallye ist für jedermann geeignet und kann alleine, aber auch als Gruppe den ganzen Tag über durchgeführt werden“, erklärt Nicole Wittkemper. „Kumpel Koslowski“, ein Maulwurf, der sich untertage sehr gut auskennt, wird die Entdeckungsreise dabei spielerisch begleiten, so dass auch Kinder und Jugendliche angesprochen werden.

Mehr Infos zum Tag des offenen Denkmals in Ahlen sind im Internet unterwww.ahlen.de/bauen/denkmalpflege/tag-des-offenen-denkmals/tag-des-offenen-denkmals-2013abrufbar.

Am bundesweiten Tag des offenen Denkmals öffnen jedes Jahr am zweiten Sonntag im September historische Bauten und Stätten, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind, ihre Türen. Weitere Informationen gibt es außerdem auf der Internetseite der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

 

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