Di., 14.02.2017

Streit um „Historischen Kalender“ KG greift Klage närrisch auf

Der Zoff um den „Historischen Kalender“ schlägt hohe Wellen.

Der Zoff um den „Historischen Kalender“ schlägt hohe Wellen. Foto: Ulrich Gösmann

Vorhelm - 

D er Rechtsstreit um den „Historischen Kalender“ wird auch im Vorhelmer Karneval eine Rolle spielen. Helmut Krainski, Präsident der KG „Klein-Köln“, sicherte dem Heimatverein uneingeschränkte Solidarität zu.

Von Dierk Hartleb

Der Streit um den aktuellen Vorhelmer Heimatkalender wird im Vorhelmer Karneval eine große Rolle spielen. „Mit großer Bestürzung haben viele unserer Mitglieder die Berichterstattung zu diesem Thema verfolgt“, teilt Helmut Krainski , Präsident der Karnevalsgesellschaft „Klein-Köln“, mit. „Ich werde vor der nächsten Prinzenproklamation ein paar Worte dazu verlieren.“ Und auch im weiteren Programm der „Tollen Tage“ soll die Sache in närrischer Form aufgegriffen werden.

Helmut Krainski betont, er wolle mit diesem Verhalten „nicht provozieren“, aber da es um ein Stück Geschichte der KG, den guten Ruf der Vorhelmer Vereine sowie weitreichende Folgen für künftige Veröffentlichungen gehe, dürfe man nicht schweigen. „Unser Tenor ist eindeutig: Wir stellen uns solidarisch mit dem Heimatverein.“

Wie berichtet, hat eine 49-jährige Ahlenerin den Heimatverein Vorhelm verklagt, weil sie auf dem März-Blatt des Kalenders neben weiteren Tänzerinnen der „Mini-Nixen“ abgebildet worden ist. Das Foto entstand im Oktober 1977 aus Anlass der Neugründung der Tanzgarde und wurde damals in den Tageszeitungen veröffentlicht. Die Klägerin stört sich am knappen Turndress und fordert neben einem hohen vierstelligen Geldbetrag als „Schmerzensgeld“ die Einziehung der verkauften Exemplare sowie die Vernichtung der noch nicht veräußerten Kalender.

Der Fall, der am 16. März ab 10.30 Uhr vor dem Landgericht Münster verhandelt wird, hat bereits hohe Wellen geschlagen. Einige Ex-Aktiven der „Mini-Nixen“, die ebenfalls auf dem alten Foto abgebildet sind, haben sich am vergangenen Wochenende getroffen und wollen dem Gerichtstermin als Zuhörer beiwohnen.

Der Vorstand des Heimatvereins Vorhelm kam am Montagabend in der Alten Mühle zu einer „Krisensitzung“ zusammen. Ob jemals wieder ein „Historischer Kalender“ für Vorhelm herausgebracht wird, ist zur Stunde mehr als fraglich.

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Unser Tenor ist eindeutig: Wir stellen uns solidarisch mit dem Heimatverein.

Helmut Krainski

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