Verbraucherberatung
Nicht nur auf die Optik achten

Ahlen -

„Wir blicken durch“ heißt das Motto der neuen Aktion der Verbraucherzentrale im Rathaus. Es geht um Fenster.

Freitag, 07.04.2017, 10:04 Uhr

Anne Schulze Wintzler und Energieberater Joachim Rölfing informieren unter dem Motto „Wir blicken durch. Fenster richtig planen“.
Anne Schulze Wintzler und Energieberater Joachim Rölfing informieren unter dem Motto „Wir blicken durch. Fenster richtig planen“. Foto: Peter Schniederjürgen

Sie lassen Licht ins Haus und Luft. „Letzteres manchmal zu viel und mit der falschen Temperatur“, sagt Joachim Rölfing , Energieberater der Verbraucherzentrale im Rathaus . Die lädt jetzt zur Aktion „Wir blicken durch. Fenster richtig planen“ ein. Dabei richtet sich das Augenmerk besonders auf Fenster bis zum Baujahr 1995. Denn dann handelt es sich um Einscheibenfenster oder das bekannte Thermopenfenster. Das ist die landläufige Bezeichnung für die zwar doppelverglasten, aber unbeschichteten Scheiben. Noch immer sollen diese Fenster die Hälfte aller in der Republik verbauten stellen. „Heute haben wir Wärmeschutzfenster mit zwei oder drei Scheiben und spezieller Beschichtung“, so Joachim Rölfing. Mit seiner Kollegin Anne Schulze Wintzler präsentierte er ein eindrucksvolles Modell. Eine Wärmelampe heizt einen Raum, der von allen vier Fensterarten umschlossen ist. Hier kann jeder mit der Hand den Un­terschied erfühlen.

„Wer nun seine Fenster erneuern will, sollte sich Angebote von zertifizierten Betrieben einholen, da ist die kompetente Beratung durch eine umfangreiche Qualitätssicherung gewährleistet“, empfiehlt Rölfing. Denn beim Fensterkauf seien mehr als nur die äußere Form, Abmessungen und Beschläge zu bedenken. „Ist das Haus isoliert, dann geht Dreischeibenglas“, zeigt Rölfing. Denn ein Fenster darf nicht wärmer sein als die Wände drum herum. Ist das der Fall, schlägt sich die Raumfeuchte an der kälteren Wand nieder und kann zu Feuchtigkeit und letztlich zur Schimmelbildung führen.

Es gibt zahlreiche Fehlerquellen am Fenster, von lockeren Beschlägen bis zu defekten Gläsern. Hier ist eine Beratung durch die Verbraucherzentrale immer ein guter Anfang. „Dazu können wir noch über Förderungen informieren“, ergänzt Joachim Rölfing, der auch telefonisch unter der Nummer 9 61 31 05 zu erreichen ist. 

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