So., 16.04.2017

Ausstellung zur Energiewende Verantwortung für die Schöpfung

Laden ein zur Ausstellung in der Christuskirche: die „Verena“-Vorstandsmitgliede Anne Bussmann und Manfred Röttjes sowie Pfarrerin Martina Grebe.

Laden ein zur Ausstellung in der Christuskirche: die „Verena“-Vorstandsmitglieder Anne Bussmann und Manfred Röttjes sowie Pfarrerin Martina Grebe. Foto: Christian Feischen

Ahlen - 

Alternativen zu fossilen Energieträgern zeigt die Ausstellung, zu der „Verena“ und die Evangelischen Kirchengemeinde einladen. Denn Klimaschutz ist ein Thema der Kirche, wie Pfarrerin Martina Grebe betont.

Von Christian Feischen

„Speicher, Wind und Sonnenstrom ersetzen Kohle und Atom“: Das will die Ausstellung zur Energiewende deutlich machen, die zurzeit in der Christuskirche zu sehen ist. Damit setzt die Evangelische Kirchengemeinde Ahlen in Kooperation mit dem „Verein für erneuerbare Energien“, kurz „Verena“, ein klares energiepolitisches Statement. „Unser Handeln ist als öffentliche Institution immer auch politisch“, stellte Pfarrerin Martina Grebe zusammen mit Anne Bussmann und Manfred Röttjes vom „Verena“-Vorstand am Donnerstag im Vorfeld der Ausstellung klar. Die wurde vom Solarenergie-Förderverein in Aachen entwickelt, mit dem „Verena“ eng zusammenarbeitet.

Auf zehn Stellwänden werden nun in der Christuskirche Alternativen zu fossilen Energieträgern aufgezeigt und Techniken zur Energiegewinnung vorgestellt, die weder Radioaktivität noch Treibhausgase freisetzen.

Das öffentliche Umweltengagement der Kirche ist dabei nicht zufällig: Schließlich habe die Ahlener Kirchengemeinde beschlossen, ihr Umweltmanagement nach dem Modell „Grüner Hahn“ durchzuführen, mit dem die Kirche die Verantwortung für die Schöpfung als Teil ihres Verkündigungsauftrags zum Thema macht und dabei selbst konkret wird. So habe die Ahlener Kirchengemeinde bereits einige Beiträge zur Verringerung von CO-Emissionen geleistet, betonte Martina Grebe, die auch Umweltbeauftragte der Evangelischen Kirchengemeinde ist. Photovoltaikanlagen zur Stromversorgung an der Paulus- und Paul-Gerhardt-Kirche, die energietechnische Grundsanierung aller Pfarrhäuser sowie der zu hundert Prozent ökologisch erzeugte Strom, den die Gemeinde bezieht, zählten dazu, so die Pfarrerin.

Doch nicht nur an ökologischen Leitlinien machte Martina Grebe das Engagement der Gemeinde für eine nachhaltige Energiewende fest. Auch mit Blick auf die Botschaft des Osterfestes erinnerte sie am Gründonnerstag an die theologisch begründete Parteinahme der Kirche im Sinne einer „Option für die Schwachen“ und betonte: „Wir setzen uns für die Schöpfung, alle Lebewesen und eben auch das Klima ein.“

Die Ausstellung zur Energiewende ist noch bis einschließlich Montag, 24. April, in der Christuskirche zu den Gottesdienstzeiten und auf Anfrage im Gemeindebüro an der Gemmericher Straße zu sehen.

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