Do., 17.12.2015

Sekundarschule Ahlen ist „Weltethos-Schule“ Respektvoller Umgang als Kernziel

In einer Aufführung zeigten die Schüler, dass auch gemeinsamer Tanz verbindet. Dr. Stephan Schlensog von der Stiftung Weltethos übergab Schulleiter Ulrich Vornholt die Auszeichnungsurkunde zur „Weltethos-Schule“ (kl. Bild).

In einer Aufführung zeigten die Schüler, dass auch gemeinsamer Tanz verbindet. Dr. Stephan Schlensog von der Stiftung Weltethos übergab Schulleiter Ulrich Vornholt die Auszeichnungsurkunde zur „Weltethos-Schule“ (kl. Bild). Foto: Ralf Steinhorst

Ahlen - 

Ein besonderes Prädikat erhielt die Ahlener Sekundarschule: Sie darf sich jetzt offiziell „Weltethos-Schule“ nennen, weil sie den Beweis erbracht hat, dass Miteinander und Respekt in der Einrichtung gelebt werden.

Von Ralf Steinhorst

Die Sekundarschule Ahlen wurde am Mittwochnachmittag in den Kreis der sogenannten „Weltethos-Schulen“ aufgenommen. Sie ist damit die erste Sekundarschule in NRW, die diese Auszeichnung erhält. Die Stiftung „Weltethos“ honoriert das Ziel der Schule, ethnische und religiöse Kompetenz und damit den respektvollen Umgang miteinander zu vermitteln.

Von der Stiftung „Weltethos“ waren der Generalsekretär Dr. Stephan Schlensog und Koordinator Walter Lange zur Verleihung der Urkunde gekommen. „Walter Lange und ich haben schon viele Jahre über das Projekt diskutiert“, stellte Schulleiter Ulrich Vornholt den langen Prozess dar. Schließlich seien an der Schule viele Konfessionen aus vielen Nationen vertreten. Die Sekundarschule sei eine Schule der Vielfalt und deshalb passe das Projekt „Weltethos“ auch gut zu ihr.

Was auch Bürgermeister Dr. Alexander Berger bekräftigte: „Was du nicht willst, was man dir tut, das füge auch keinem anderen zu“, nannte er als goldene Regel für ein verständnis- und respektvolles Miteinander. Die Menschheit käme wohl ohne weitere Gesetze aus, würden sich alle Menschen dieser Regel unterordnen, vermutete der Bürgermeister. Die Umsetzung bedürfe der vielfältigen Anstrengung aller Beteiligten an der Schule, die sich den Werten Gerechtigkeit, Gewaltlosigkeit, Toleranz, Solidarität und Gleichberechtigung der Geschlechter verpflichten.

Berger wünschte sich zudem, dass das Potenzial des Weltethos-Gedankens auch von der Stadtgesellschaft erkannt und ihm nachgeeifert wird.

Dr. Stephan Schlensog betonte, dass aufgrund der Flüchtlingsströme das Thema „Weltethos“ eine unerwartete Aktualität erhalten habe. „Damit Zusammenleben gelingt, braucht es als Grundvoraussetzung Respekt voreinander“, machte der Generalsekretär der Stiftung deutlich.

Hier spielten die Schulen eine wichtige Rolle, das Wissen über Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu fördern, um Vorurteile und Klischees erst gar nicht entstehen zu lassen.

Die großen Religionen und Philosophien liegen in zentralen Wertvorstellungen ganz nah beieinander oder stimmen gar überein. Hier spreche man von einem „Weltethos“. „Die Sekundarschule Ahlen ist eine Schule, die sich um eine Wertekultur bemüht und die Vielfalt als Herausforderung und zugleich als Bereicherung sieht“, sagte Schlensog.

Die Feierstunde wurde flankiert von einem Rahmenprogramm. „We Are The World“ sang die Schulband der Sekundar- und Realschule passend zur Verleihung der Weltethos-Urkunde. In einer Aufführung zeigten die Schüler später, dass auch gemeinsamer Tanz verbindend wirken kann.

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