Fr., 12.02.2016

CDU-Stadtverband zur Inneren Sicherheit Einbrüche verunsichern zunehmend die Bevölkerung

Innere Sicherheit im Blick: Peter Lehmann, Frank Niehues, Henning Rehbaum und Dr. Alexander Berger beim „Politischen Aschermittwoch“ der CDU.

Innere Sicherheit im Blick: Peter Lehmann, Frank Niehues, Henning Rehbaum und Dr. Alexander Berger beim „Politischen Aschermittwoch“ der CDU. Foto: Dierk Hartleb

Ahlen - 

Die Polizei sucht noch ein schlüssiges Konzept gegen die drastisch gestiegene Einbruchskriminalität. Das räumte Frank Niehues am Mittwochabend beim „Politischen Aschermittwoch“ der CDU im Stadthallenrestaurant ein.

Von Dierk Hartleb

Der Vorsitzende des Bezirksverbandes Warendorf des Bundes Deutscher Kriminalbeamter sprach von einem „neuen Phänomen“. „Die Täter verschwinden nicht mehr um die Ecke“, führte Niehues aus. Zugleich verursachten die Einbrüche bei den Bürgern eine hohe emotionale Betroffenheit.

Das zeigten auch die Reaktionen der Teilnehmer, die vor allem auf die Situation in Dolberg hinwiesen, wo die vermehrte Zahl der Einbrüche zu einer breiten Verunsicherung geführt zu haben scheint. Daneben bestätigte Niehues, der sich in seiner Tätigkeit schwerpunktmäßig mit Sexual- und Amtsdelikten befasst, dass die Internetkriminalität immer mehr die Innere Sicherheit bedrohe. Um sie wirksamer bekämpfen zu könnten, benötigte die Polizei „speziell ausgebildete IT-Kräfte“. Die fehlten allerdings. Wie überhaupt von den rund 40 000 nominell zur Verfügung stehenden Polizeibeamten nur 75 Prozent verfügbar seien. Alle anderen fielen für den aktiven Dienst durch Fort- und Weiterbildung oder krankheitsbedingt aus. Der Krankenstand sei mit acht Prozent übrigens doppelt so hoch wie in der freien Wirtschaft. Und motivierend wirke sich auch die hohe Zahl von 3,8 Millionen Überstunden nicht aus.

"

Die Täter verschwinden nicht mehr um die Ecke.

Frank Niehues

"

Als Ursache für die große Unzufriedenheit und den Nachwuchsmangel nannte Niehues die dreijährige Ausbildung an einer von zwei Hochschulen, wobei es keinen eigenen Ausbildungsgang mehr für die Kriminalpolizei gebe. Frank Niehues war sich mit dem CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Peter Lehmann einig, dass dadurch ein wichtiger Anreiz, sich für den Beruf zu entscheiden, entfallen sei.

Zuvor hatte Bürgermeister Alexander Berger wie auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Ralf Kiowsky den hohen Stellenwert der Inneren Sicherheit betont und Bund und Land vorgehalten, keine vernünftigen Konzepte zu haben, an denen sich Bürger orientieren könnten. Es sei zwar gut, wenn die Landesregierung die Einstellung von 500 neuen Polizisten bekanntgebe, aber nicht gut, wenn sie zugleich ankündige, sie würden vor allem in Ballungsräumen eingesetzt und ländliche Regionen somit leer ausgehen.  

Leserkommentare

Wie bewerten Sie diesen Artikel?

Vielen Dank für Ihre Bewertung.

Nur eine Abstimmung möglich!

Ihre Bewertung wurde geändert.

  • Derzeit 0 von 5 Sternen.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Bewertung: 0/5

1 Stern = überhaupt nicht gut; 5 Sterne = hervorragend

Google-Anzeigen

kfzmarkt.ms Anzeigen

Autos, Motorräder, Wohnmobile und Nutzfahrzeuge aus Ihrer Region

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3804917?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F126%2F