Fr., 07.10.2016

Thermostat-Check Im Handumdrehen Heizkosten senken

Heizkosten senken: Energieberater Joachim Rölfing, Ralf Brodda (Mieterbund) und die Leiterin der Verbraucherberatung Ahlen, Anne Schulze Winzler (v.l.), geben Tipps.

Heizkosten senken: Energieberater Joachim Rölfing, Ralf Brodda (Mieterbund) und die Leiterin der Verbraucherberatung Ahlen, Anne Schulze Winzler (v.l.), geben Tipps.

Ahlen - 

Energiesparen mit relativ einfachen Mitteln – wie das geht, zeigt die Verbraucherzentrale zusammen mit dem Mieterbund. Ein Blick auf die Heizkörperthermostate kann schon sinnvoll sein.

Von Ralf Steinhorst

In diesen Tagen beginnt wieder die Heizperiode und viele Verbraucher denken da gleich mit Schrecken an ihre letzte Heizkostenabrechnung. Die Ver­brau­cherzen­trale NRW (VZ) und der Mieterbund Ostwestfalen-Lippe lenken in diesem Jahr den Blick auf die Heizkörperthermostate , um den Energieverbrauch zu senken.

„Das Heizkörperventil ist ein unauffälliger Knauf mit großer Wirkung“, weiß Energieberater Joachim Rölfing , dass mit dem richtigen Dreh am Thermostat viel Energie eingespart werden kann. Denn jedes Grad weniger Raumtemperatur kann den Verbrauch um sechs Prozent senken.

Mit dem Standard-Thermostat, dem programmierbaren elektronischen Thermostat und dem Funkthermostat gibt es drei Arten von Thermostaten. Allen ist gemein, dass sie nicht nur die Raumtemperatur regeln, sondern auch mit dem Wärmefühler die Raumtemperatur messen. Daher sollten sie frei liegen, so dass sich vor ihnen nicht die Hitze staut.

Das Standard-Thermostat muss grundsätzlich immer wieder manuell eingestellt werden, wobei die Stufe drei einen Orientierungswert von 20 Grad Celsius darstellt. Zwischen den fünf Stufen besteht eine Differenz von jeweils vier Grad Celsius. Joachim Rölfing betont hierbei, dass es gleichgültig ist, ob das Thermostat beim Aufheizen auf fünf oder drei steht, beides geht gleich schnell. „Nur die Endtemperatur ist eine andere“, erklärt er. Beim Fensteröffnen oder bei Abwesenheit sollte das Thermostat heruntergeregelt werden, auch das spart Kosten.

Komfortabler ist das programmierbare elektronische Thermostat, das im Grundstandard einstellbare Schaltzeiten hat, mit einem Zusatzelement aber auch eine Fensteröffnung erfassen kann, um in dieser Zeit die Heizung herunterzufahren. Je nach Ausführung kostet dieses Thermostat zwischen 20 und 80 Euro. Der Austausch ist leicht und von jedermann durchführbar. Funkthermostate sind noch komfortabler und lassen sich über WLAN oder Apps auch von unterwegs einstellen.

Ralf Brodda, Geschäftsführer beim Mieterbund, weist darauf hin, das der Vermieter nur das Standard-Thermostat bereitstellen muss. Soll er sich an einer Aufrüstung beteiligen, kann er dafür auch eine jährliche Mieterhöhung von bis zu elf Prozent der Investitionskosten verlangen. Allerdings kann der Mieter die Thermostate auch selbst anschaffen und einbauen, muss aber bei Auszug den ursprünglichen Zustand wieder herstellen.

Weitere Tipps gibt es auf der Homepage der Verbraucherzentrale unter www.verbraucherzentrale.nrw/thermostat oder am Samstag, 8. Oktober, am Infostand auf dem Marienplatz in der Zeit von 10 bis 13 Uhr. Dort kann dann auch ein Thermostatwechsel geübt werden. In der Woche vom 24. bis 28. Oktober ist bei der Verbraucherzentrale im Rathaus zudem nach vorheriger Anmeldung eine kostenlose Beratung möglich.

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