Di., 18.10.2016

Neues Filmprojekt in Ahlen Es soll komödiantisch zugehen

Sie treffen sich auch in den Ferien beim „kgv“,  um ein von Julia Jacob (3.v.r.) konzipiertes Filmprojekt mit Interviewpartnern durchzuführen.

Sie treffen sich auch in den Ferien beim „kgv“,  um ein von Julia Jacob (3.v.r.) konzipiertes Filmprojekt mit Interviewpartnern durchzuführen. Foto: Dierk Hartleb

Ahlen - 

Nachdem Adrian Topol 2012 den Film „Augenblick“ mit Laiendarstellern drehte, widmet sich Julia Jacob nun einem Interviewfilm über Visionen für Ahlen. Mit von der Partie sind wieder Jugendliche des Vereins „Keiner geht verloren“.

Von Dierk Hartleb

Allmählich avanciert Ahlen zur Filmstadt. 2012 war es die Kulisse für den Film „Augenblick“, den der in Berlin lebende Schauspieler Adrian Topol hier überwiegend mit Laienschauspielern drehte. Seinerzeit lag das Script in den Händen von Julia Jacob.

Die Berliner Filmschaffende, die für den Verein „Keiner geht verloren“ (kgv) das Projekt „Dein Augenblick“ betreut, ist in den Herbstferien kurzzeitig wieder in Ahlen, um ihr neues Vorhaben vorzustellen. „Es ist ein inklusives Projekt“, erläutert Julia Jacob, die sich in den vergangenen Jahren intensiv mit der soziografischen Struktur der Stadt und ihrer Bevölkerung beschäftigt hat. Als „inklusiv“ will Jacob explizit nicht nur das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Einschränkungen verstanden wissen, was nach ihrer Meinung eine unzulässige Verkürzung des Begriffs darstellt, sondern das Wissen um eigene Schwachstellen und einen auf Erfahrungen beruhenden offenen Umgang mit diesen vorhandenen Defiziten.

Die bunt zusammengewürfelte Gruppe, die jetzt der Einladung zu einem Workshop in die Räume des „kgv“ gefolgt war, will einen Kurzfilm mit Interviews machen. „Es soll ein komödiantischer Film werden“, erklärt Julia Jacob, wobei das Wort komödiantisch bei den Jugendlichen erkennbar zunächst Verwirrung auslöst.

Dazu werden Gesprächspartner gesucht, die sich vor der Kamera über Ahlen, das Leben in der Stadt und eine Vision für die Zukunft äußern sollen. Die Filmproduzentin erläutert den Jugendlichen, dass Filmen nicht nur heißt, vor und hinter der Kamera zu stehen, sondern dass es sorgfältiger Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung bedarf, ganz abgesehen von der Finanzierung.

Das Geld stammt in diesem Fall aus dem Bundesprojekt „Demokratie leben – Eine Idee vom Glück“, das unter anderem die Einübung demokratischer Verhaltensregeln und die wehrhafte Verteidigung rechtsstaatlicher Prinzipien zum Inhalt hat. In Ahlen wird dieses Programm von der Stadt Ahlen, der Arbeiterwohlfahrt (Awo) und dem Bürgerzen­trum organisatorisch betreut. Für die eigentlichen Filmarbeiten sind drei Tage im November vorgesehen. Interessierte können sich per E-Mail bei julia.jacob@diezweiteseite.de melden.

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