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Do., 01.12.2016

Förderverein „Kulturgut Samson“ gegründet Ein „Urknall“ für das Kapellendorf

Die Gründungsmitglieder des neuen Fördervereins „Kulturgut Samson“ auf der historischen Tenne, die einst Deckstation war: Vorsitzender Willi Wienker, Vize-Vorsitzender Ludwig Brinkkötter, Pastor Hermann Honermann, Christiane Struckholt, Christian Bücker, Schriftführer Christian Wolff, Jochen Rölfing, Kassierer Ralf Budt und Beisitzer Andreas Stapel (v.l.).

Die Gründungsmitglieder des neuen Fördervereins „Kulturgut Samson“ auf der historischen Tenne, die einst Deckstation war: Vorsitzender Willi Wienker, Vize-Vorsitzender Ludwig Brinkkötter, Pastor Hermann Honermann, Christiane Struckholt, Christian Bücker, Schriftführer Christian Wolff, Jochen Rölfing, Kassierer Ralf Budt und Beisitzer Andreas Stapel (v.l.). Foto: Ralf Steinhorst

Tönnishäuschen - 

In Tönnishäuschen hat sich am Mittwochabend der Förderverein „Kulturgut Samson“ gegründet. Er möchte das historische Gebäudeensemble des ehemaligen Landgasthofes erwerben und beleben. Aus den Reihen der engagierten und motivierten Gründer wurde dazu ein Vorstand gewählt.

Von Ralf Steinhorst

Es waren rund 90 Minuten, die aber waren historisch: Im Jahr 1545 wurde die spätere „Alte Schänke Samson“ im Dorfkern von Tönnishäuschen errichtet und hat folglich in den vergangenen Jahrhunderten auch viele stürmische Zeiten erlebt. Nun geht es um nichts weniger als den Erhalt und die Rettung dieses prägenden Gebäudeensembles. Und genau das hat sich der neue gemeinnützige Förderverein „Kulturgut Samson“ mit seiner Gründung am Mittwochabend auf die Fahne geschrieben.

„Im kalten Tönnishäuschen schlägt heute ein heißes Herz“, ließ Versammlungsleiter Josef Remmert seinen Gefühlen freien Lauf: „Die Gründung dieses Vereins ist ein Urknall.“ Bewusst hatten die neun Gründungsmitglieder Ludwig Brinkötter, Ralf Budt, Christian Bücker, Pastor Hermann Honermann, Joachim Rölfing, Andreas Stapel, Christiane Struckholt, Willi Wienker und Christian Wolff die urige Samson-Tenne als Gründungsort gewählt, um zu dokumentieren, dass hier nicht die Wiederbelebung der Gastronomie im Mittelpunkt steht, sondern die Reaktivierung der Immobilie als Kulturgut.

Josef Remmert teilte der Versammlung mit, die gräfliche Familie sei als Eigentümer über die Gründung des Fördervereins vorab informiert gewesen. Haus Vorhelm hatte in zahlreichen Anläufen versucht, das Objekt zu verkaufen – letztlich erfolglos. Zehn Jahre Leerstand seien genug, hob Josef Remmert hervor. Das Ensemble dürfe nicht dem Verfall preisgegeben werden. Deshalb wolle der neue Verein die Immobilie langfristig erwerben und beleben – durch Spenden, Sponsoren, Fördermittel und nicht zuletzt die Mitgliedsbeiträge.

Erfreut zeigte sich der Versammlungsleiter ebenfalls über die Anwesenheit des ehrenamtlichen Denkmalpflegers Bernd Schulze Beerhorst. „Auch in Ahlen gibt es großes Interesse an der Alten Schänke“, so Remmert.

Über die spannende Geschichte referierte Altpfarrer Hermann Honermann und schloss mit einem deutlichen Appell: „Wir wollen es schaffen – wir schaffen es!“ Und zwar ohne, dass es ein Konkurrenzansinnen unter den Vereinen geben werde, wie Josef Remmert auch als Vorsitzender der Interessengemeinschaft Vorhelmer Vereine betonte.

In der Gründungsversammlung, die 19 Teilnehmer zählte, kamen die Ideen und Ziele des Vereins sehr gut an. „Das Grundstück soll so bleiben wie es ist, die Gaststätte und die Wohnung auch“, betonte Willi Wienker die Absichten. „Wir wollen versuchen, viele ursprüngliche Details wieder herzustellen und auch interessante Objekte dauerhaft ausstellen.“ Festlichkeiten, die mit viel Lärm verbunden sind, seien bewusst nicht vorgesehen.

Hubertus Beier zeigte sich als Vorsitzender des Ortsausschusses Vorhelm erfreut, dass ein Leerstand wiederbelebt wird. „Früher war dieses Objekt immer hell erleuchtet, stand für jeden offen. Wenn man heute daran vorbeifährt, kann man schon traurig werden“, erklärte er. „Wir haben hier im Dorf zur Zeit keinen zweiten Treffpunkt dieser Art.“ Beier sagte zu, das Projekt nach Kräften zu unterstützen.

„Wir werden in Tönnishäuschen immer miteinander und nicht gegeneinander arbeiten“, versprach Heinrich Wördemann, Vorsitzender der St.-Antonius-Schützenbruderschaft. Alexander Scharte, interessierter Gast von den Oldtimerfreunden aus Bad Laer, gratulierte: „Der weiteste Weg ist gegangen.“ Er könne sich eine Kooperation mit den Tönnishäuschenern sehr gut vorstellen.

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Die erste ordentliche Mitgliederversammlung des Fördervereins „Kulturgut Samson“ wird am Freitag, 13. Januar, stattfinden.

Die neun Gründungsmitglieder hatten schnell und einstimmig den ersten Vorstand gewählt. Willi Wienker wurde zum Vorsitzenden berufen, Ludwig Brinkkötter zu seinem Stellvertreter. Die Kasse verwaltet Ralf Budt, als Schriftführer fungiert Christian Wolff. Andreas Stapel gehört als Beisitzer dem Vorstand an.

Als jährlichen Mitgliedbeitrag legten die Gründungsmitglieder 50 Euro fest. Schon kurz nach Ende der Gründungszeremonie bekundeten zahlreiche Versammlungsteilnehmer, ebenfalls dem Förderverein beitreten zu wollen.

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Wir werden in Tönnishäuschen immer miteinander und nicht gegeneinander arbeiten.

Heinrich Wördemann

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