Fr., 02.12.2016

Verlorenes auf ahlen.de Online-Besuch im Fundbüro

Fahrräder und Schlüssel warten zuhauf im Fundbüro. Pia Schwarz und Michael Göttfert haben dafür gesorgt, dass Verlorenes ganz einfach über die „ahlen.de“ (kl. Bild) zu finden ist.

Fahrräder und Schlüssel warten zuhauf im Fundbüro. Pia Schwarz und Michael Göttfert haben dafür gesorgt, dass Verlorenes ganz einfach über die „ahlen.de“ (kl. Bild) zu finden ist. Foto: Sabine Tegeler

Ahlen - 

Wer seinen Schlüssel oder sein Handy verloren hat, kann jetzt mit wenigen Klicks feststellen, ob die Sachen vielleicht im Fundbüro der Stadt abgegeben wurden.

Von Sabine Tegeler

Wann wird noch mal meine Papiertonne abgeholt? Wo kann ich Sperrmüll anmelden? An welchen Samstagen im Monat kann geheiratet werden? Typische Fragen, die auf der Homepage der Stadt, der „ahlen.de“, beantwortet werden.

Jetzt gibt es aber noch viel mehr Antworten – zum Beispiel auf die Frage: „Ob wohl mein verlorener Schlüsselbund im Fundbüro abgegeben wurde?“ Die Stadtverwaltung hat nämlich seit Mittwoch das Fundbüro sozusagen in virtueller Form auf die Homepage gestellt.

Unter „Service“ und dem Menüpunkt „Fundbüro“ finden die Bürger zunächst Hinweise darauf, was Finder und „Verlierer“ beachten sollten. Ganz konkret wird‘s aber beim Anklicken der Punkte „Fundsachen“ und „Suche“.

Unter „Fundsachen“ haben alle, die was verloren haben, die Möglichkeit zum Stöbern. Geordnet nach Abgabedatum sind fast alle zurzeit im Fundbüro abgegebenen Fundstücke aufgelistet – und zwar zurück bis ins vergangene Jahr. Ein Klick auf die Gegenstände führt zu einer näheren Beschreibung.

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So nach und nach wollen wir noch vieles einpflegen.

Pia Schwarz

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Unzählige Fahrräder finden sich da, aber auch Schlüssel ohne Ende – einzeln und als ganzer Bund. Schmuck und Geldbörsen werden offensichtlich ebenso oft verloren wie diverse Kleidungsstücke, besonders Jacken und Handschuhe. Etwas ungewöhnlicher mutet da schon die Drohne an, die ihrem Besitzer offensichtlich „weggeflogen“ ist.

Wer ein Stück sucht und dort wiederfindet, kann sich direkt per Online-Verlustformular mit den zuständigen Sachbearbeitern im Rathaus in Verbindung setzen.

Zurzeit sitzt Pia Schwarz dort. Die Sachbearbeiterin hat zusammen mit dem zuständigen Gruppenleiter Michael Göttfert das Online-Fundbüro auf den Weg gebracht. „Das ist schon eine tolle Sache“, findet sie. Und die werde in Bewegung bleiben: „So nach und nach wollen wir noch vieles einpflegen.“ Heißt: weitere bislang noch nicht erfasste Fundstücke online stellen.

Selbst die zugeflogenen Kanarienvögel und Sittiche sollen – im übertragenen Sinne – im Netz zu finden sein, sagt Michael Göttfert. Zurzeit sei das Fundbüro allerdings „vogelfrei“. Alle Tiere, die größer sind als Vögel, werden übrigens im Tierheim untergebracht, bis sich die Eigentümer melden.

Im Keller des Rathauses finden sich die zahlreichen Fundräder, die nach Ablauf einer bestimmten Frist versteigert werden. „Da planen wir auch was“, verrät Michael Göttfert, „allerdings für die etwas weitere Zukunft.“ Das Programm, das das Online-Fundbüro möglich macht, biete nämlich auch die Möglichkeit der Versteigerung übers Internet: „Vielleicht versteigern wir irgendwann unsere Fundräder dann online.“

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