Mo., 23.01.2017

Hommage an Bob Dylan Gänsehaut-Feeling beim Friedenslied

Zum Finale kamen alle beteiligten Musiker der „Hommage an Bob Dylan“ zusammen auf die Bühne. Zuvor hatten sie alle ihre besonderen Akzente gesetzt und den Literatur-Nobelpreisträger gewürdigt.

Zum Finale kamen alle beteiligten Musiker der „Hommage an Bob Dylan“ zusammen auf die Bühne. Zuvor hatten sie alle ihre besonderen Akzente gesetzt und den Literatur-Nobelpreisträger gewürdigt. Foto: Christian Feischen

Ahlen - 

Über 200 Gäste bei der „Hommage an Bob Dylan“ am Samstag in der Lohnhalle – das war eine tolle Motivation und Bestätigung für die beteiligten Musiker.

Von Christian Feischen

Zum Finale feierten alle zusammen: Ein Dutzend Musiker und über 200 Gäste sangen nach über drei Stunden „ Hommage an Bob Dylan “ am Samstagabend in der Lohnhalle zusammen „Blowin‘ In The Wind“ und „Knocking On Heaven‘s Door“ und ließen damit ihren Songpoeten hochleben – den Protestsänger und musikalischen Revolutionär, der im Dezember letzten Jahres, von Fans schon lange herbeigesehnt, endlich mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wurde.

Die Musiker aus Ahlen und Münster, zum Teil nur für diesen Abend als Bandprojekt zusammengekommen, interpretierten knapp 30 Dylan-Songs auf jeweils ihre eigene Weise. Von „The Times They Are A-Changin“, dem mottogebenden Song des Abends pur am E-Piano dargeboten, über eine Reggae-Version von „Mighty Quinn“ bis hin zu „All Along The Watchtower“ oder „Masters Of War“, von Jonas Künne und Wolfgang Venne ganz in Protestsong-Manier kritisch und aktuell auf die Präsidentschaft Donald Trumps hin gedeutet, war eine ganze Bandbreite aus Dylans umfangreichen Werk auf der Bühne an der ehemaligen Zeche zu hören.

Daneben erklangen auch unbekanntere Kompositionen aus der Feder des Literaturnobelpreisträgers oder gar eine für Akustik-Instrumente arrangierte Version von David Bowies „Song For Bob Dylan“.

Für die zahlreichen Besucher reichte die Bestuhlung in der Lohnhalle nicht aus. Viele hörten auf den Treppenstufen der großen Halle sitzend aufmerksam zu, als die Musiker die Songs in „ganz unterschiedlichen Interpretationen“ an diesem „tollen Abend“ vortrugen: So resümierte etwa eine Besucherin, die aus dem Ruhrgebiet zur Hommage nach Ahlen gekommen war.

Die Bands um Uwe Stein und Bernd Herrmann sowie die „Rock-am-Schacht“-Initiatoren Wolfgang Brand, Josef Steffens, Hansi Hartings und Moderator Axel Ronig, der gleich zum Auftakt des Abends auch als Sänger von „A Hard Rain‘s Gonna Fall“ beeindruckte, setzten unterschiedliche Akzente in ihrer Umsetzung der Dylan-Songs. Viel Applaus gab es dabei durchweg für alle Musikbeiträge. Texte über und von Dylan ergänzten zwischendurch das Programm rund um den Nobelpreisträger. Dylan-Kenner Bernd Herrmann hielt zudem eine einführende Laudatio und die Mayersche Buchhandlung Sommer war mit einem Bücherstand vertreten.

Gänsehaut-Feeling kam zum Schluss des Kultur-Events nicht nur bei so manchem „Alt-68er“ im Publikum, sondern auch bei den Musikern selbst auf: Wenn von über 200 Stimmen gesungen ein Friedenslied durch die Lohnhalle klingt, kann man sich einer solch besonderen Atmosphäre nicht entziehen. Moderator Axel Ronig zeigte sich schließlich überaus zufrieden angesichts des Zuspruchs und des durchweg begeisterten Publikums und meinte: „Bob Dylan hätte seine Freude an diesem Abend gehabt.“

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