Do., 16.03.2017

Ahlen zwei Stunden im Dunklen Blackout im Norden und Westen

Ganze Straßenzüge lagen am Mittwochabend im Dunklen. darunter der Konrad-Adenauer-Rind und – hier im Bild – die Richard-Wagner-Straße. Grund: ein schleichender Kabelfehler.

Ganze Straßenzüge lagen am Mittwochabend im Dunklen. darunter der Konrad-Adenauer-Rind und – hier im Bild – die Richard-Wagner-Straße. Grund: ein schleichender Kabelfehler. Foto: Ulrich Gösmann

Ahlen - 

Für zwei Stunden fiel am Mittwochabend die Straßenbeleuchtung im Norden und Westen Ahlens aus. Ausgelöst durch einen schleichender Fehler.

Von Ulrich Gösmann

Blackout“ am Mittwochabend in der Ahlener Kernstadt. Dass in weiten Teilen des Nordens, aber auch im Westen Straßenlaternen wie zu Zeiten der Nachtabschaltung stundenlang im Dunklen standen, dafür ist ein schleichender Kabelfehler verantwortlich. Wo er steckt? Gute Frage. Die Suche läuft. Gleiches passierte übrigens schon vor zwei Wochen.

Ansgar Drees, Technischer Angestellter bei den Ahlener Umweltbetrieben, spricht von einem Problem, das schwer zu orten sei. Einen groben Anhaltspunkt gebe es: irgendwo zwischen Süd- und Bahnhofstraße. Dort machten sich am Morgen Mitarbeiter des externen Dienstleisters SAG aus Essen mit Kabelplänen auf die Fehlersuche. Das Unternehmen hatte Anfang 2016 die Betriebsführung der Straßenbeleuchtung für die nächsten acht Jahre übernommen. Seitdem sind die Ahlener Stadtwerke raus. Ein Mitarbeiter der Rufbereitschaft reiste nach Alarmierung aus Lüdenscheid an. Gegen 21.30 Uhr gingen die Ausfälle wieder ans Netz. Betroffen vom Blackout auch ein Großteil des Konrad-Adenauer-Rings.

Erste Anhaltspunkte lieferte am anderen Morgen ein Schalterschrank am Eckpunkt Südstraße / Ostwall. Hier hatte am Abend der Schutzschalter angeschlagen. Im nachfolgenden Schrank in Höhe des IKK-Gebäudes kamen keine Impulse mehr an. Gleiches passierte bereits am 3. März – zu nahezu ähnlicher Zeit. Kurios, aber nicht ungewöhnlich: „Das erleben wir nicht zum ersten Mal“, sagt Marcel Busch, Bauleitender Monteur bei SAG, der auch in der Nacht draußen war. „Das kann in zwei Tagen wieder passieren, in zwei Wochen oder in zwei Monaten. Das kann keiner voraussehen.“ Auslöser seien häufig beschädigte Kabel, an die Feuchtigkeit gekommen sei. Und nicht der kurze Knall. Kenne man den Fehler, könne man ihn mit einem Ortungsgerät einmessen. Im aktuellen Ahlener Fall schlug der Schutzschalter am Vorabend gegen 19.30 Uhr an.

Die Wahrscheinlichkeit, dass auch in den nächsten Tagen die Lichter außerplanmäßig ausgehen, hofft Ansgar Drees ausschließen zu können: „Wenn wir den Fehler heute nicht genau orten und beheben, werden wir über einen Hilfsschritt eine Schaltung als Provisorium einbauen.“ Sollte der wunde Punkt aber gefunden werden, gehe es ganz schnell, wie Marcel Busch versichert: „Dann graben wir ein Loch und sind dran.“

„SAG war recht schnell zur Stelle“, lobt Ansgar Drees. Dass es dennoch zwei düstere Stunden dauerte, bis der nächtliche Normalzustand wieder hergestellt war, habe sicherlich etwas mit dem weiten Anfahrtsweg zu tun. Der sei nun mal da.

Die Ahlener Stadtwerke waren bei der Problemlösung komplett raus. Sie springen – auch das ist vertraglich geregelt – erst dann ein, wenn Gefahr in Verzug ist. Dann gegen Einzelabrechnung.

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