Sa., 18.03.2017

Vor 200 Fans in der Ahlener Stadthalle Sympathisch arrogant: Tony Mono

Hat nach eigenem Bekunden das Zeug zum Weltstar: Tony Mono setzte auch bei seinem Auftritt in der Ahlener Stadthalle sein Ego in Szene.

Hat nach eigenem Bekunden das Zeug zum Weltstar: Tony Mono setzte auch bei seinem Auftritt in der Ahlener Stadthalle sein Ego in Szene. Foto: Christian Feischen

Ahlen - 

Sein Ego pflegt er nicht nur im Radio: Selbstbewusst trat „Eins Live“-Produkt Tony Mono auch in der Ahlener Stadthalle vor sein Publikum.

Von Christian Feischen

Der selbsterklärte Weltstar mit dem übergroßen Ego war natürlich in einer Stretch-Limousine nach Ahlen gekommen, erzählte er, und trat nicht ohne eindrucksvolles rhythmisches Intro seines musikalischen Assistenten „Lino Beatbox“ vor das Publikum. Anschließend zog er auf der Bühne so gut wie die gesamte aktuelle Musikszene gehörig durch den sprichwörtlichen Kakao.

Tony Mono, zur Selbstbeweihräucherung neigende Kunstfigur des Radiosenders „Eins Live“, funktioniert nicht nur als parodistischer Radiobeitrag, sondern auch live und abendfüllend mit dem Bühnenprogramm „Pop mit Mono“. Die Mischung aus Musikshow und Comedy sorgte am Freitagabend bei rund 200 Zuschauern in der Stadthalle für beste Stimmung.

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Bitte nicht mehr klatschen als für mich.

Tony Mono

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Mit der singenden und Gitarre spielenden Laura parodierte Tony Mono zum Beispiel die Sängerin Adele und ihren millionenfach verkauften Hit „Hello“, der denselben Inhalt habe wie all ihre anderen melancholischen Songs: Für „Hallo, ich bin Adele, habt ihr nicht gemerkt, dass ich immer das Gleiche erzähle?“ gab es genauso viel Applaus wie für die Ed-Sheeran-Persiflage, die Tony Mono zusammen mit „Lino Beatbox“ als Boygroup „Ed Street Boys“ darbot. Perücken und gekonnte Gesangsimitationen reichten aus, um das Publikum zu begeistern.

Das bezog Tony Mono immer wieder in die mit viel Gitarrensounds, Rap und vom Tablet erzeugten Loops garnierte interaktive Show mit ein. Unvermittelt lief der musikalisch wie komödiantisch überzeugende Künstler zuweilen durch die Reihen der im Takt der Musik mitklatschenden Besucher.

Zurück in Ahlen: Tony Mono.

Zurück in Ahlen: Tony Mono. Foto: Christian Feischen

Auf einer Internetseite hatten sich einige Zuschauer überdies per Handy zum „Staraoke“ angemeldet. In Ahlen wurde Wolf ausgewählt und bekam tosenden Beifall für sein unter einer künstlichen Dusche gesungenes „Ain‘t Nobody“ in der Felix-Jaehn-Version. „Bitte nicht mehr klatschen als für mich“, kokettierte Tony Mono da mit seinem Weltstar-Image. Seine arrogante Art kam an. Schallendes Gelächter gab es dabei für Monos freches Gedicht „Ode an Ahlen“, das sich eher schlecht als recht reimte.

Mit seinem bissigem Humor zog Tony Mono auch über den US-Präsidenten her. Für Weltstars ohne Talent gäbe es zwei Worte, meinte Mono: Donald Trump. Was „Fake News“ und alternative Wahrheiten sind, machte er am Piano klar, als das Programm beinahe Züge von politischem Kabarett annahm. „Alle meine Entchen“, einmal richtig und dann völlig falsch mit schiefen Tönen gespielt, amüsierte das Publikum bestens. „Die zweite Fassung war auch richtig - alternativ richtig,“ erklärte Tony Mono.

Der Künstler, der tatsächlich Peter Saurbier heißt, genoss schließlich zusammen mit den versierten Musikern Laura und „Lino Beatbox“ sowie seiner Crew am Mischpult den finalen Applaus in der Stadthalle und ließ sich als Weltstar feiern, der mit der Stretch-Limousine zum nächsten Tournee-Termin eilen muss.

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