So., 19.03.2017

Am „Equal Pay Day“ Nur einen Tag weniger Ungerechtigkeit

Sind für die Beseitigung  der Lohnlücke: Kinobesucherinnen Ursula Lissy und Terese Gwozdz mit den Gleichstellungsbeauftragten Alexandra Overbeck, Monika Björklund, Manuela Stumpe und Michaela Mormann (v. l.).

Sind für die Beseitigung  der Lohnlücke: Kinobesucherinnen Ursula Lissy und Terese Gwozdz mit den Gleichstellungsbeauftragten Alexandra Overbeck, Monika Björklund, Manuela Stumpe und Michaela Mormann (v. l.). Foto: Ralf Steinhorst

Ahlen - 

Dass Frauen am Samstag einen 21-prozentigen Kinorabatt bekamen, hatte einen tieferen Sinn.

Von Ralf Steinhorst

Im Vorjahr lag der „Equal Pay Day“ auf dem 19. März, dieses Jahr immerhin einen Tag früher. Das Datum drückt die Lohnlücke aus, den sogenannten „Gender Pay Gap“, die zwischen Männern und Frauen liegt.

21 Prozent beträgt die Lohnlücke aktuell noch, 21 Prozent von 365 Tagen im Jahr ergibt 77 Tage und seit Jahresbeginn ist das dann umgerechnet der 18. März. Was aber für die Organisation „Business and Professional Woman Germany“, die den Aktionstag bundesweit initiiert, immer noch unbefriedigend ist. Bis dahin haben Frauen also gegenüber ihren männlichen Kollegen für die gleiche Qualifikation und Arbeit ohne Lohn gearbeitet. Jedes Jahr errechnet sich das Datum des Aktionstages also neu.

„Männer würden schon komisch gucken, wenn sie auf dem Lohnzettel 21 Prozent weniger Gehalt sehen würden“, ist sich Michaela Mormann, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Ahlen, sicher. Zusammen mit den Gleichstellungsbeauftragten der Städte Oelde, Beckum und Sassenberg machte sie am Samstagabend im „Cinema Ahlen“ mit einem Stand auf den Aktionstag aufmerksam und forderte so eine Gleichstellung ein.

Unter dem Motto „Endlich partnerschaftlich durchstarten“ gab es nicht nur eine Tasche mit Informationen zu dem Thema, sondern auch einen Begrüßungssekt. Um zumindest symbolisch die Einkommenslücke aufzuzeigen, organisierte der Arbeitskreis der Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Warendorf zusammen mit Martin Temme vom „Cinema Ahlen“ einen ermäßigten Eintrittspreis zum Film „Die Schöne und das Biest“, der zwei Tage zuvor seinen Bundesstart hatte. Die Ermäßigung betrug die für dieses Jahr symbolischen 21 Prozent. Insgesamt wurden 130 Karten für den Film verkauft, womit die Aktion ein Erfolg war.

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