Di., 21.03.2017

Neues Ahlener Radverkehrskonzept Fahrradfreundliche Innenstadt

Das neue Radverkehrskonzept verfolgt den Grundsatz, die verschiedenen Verkehre nicht mehr zu trennen, sondern stärker zusammenzuführen, so dass sich Autos und Fahrräder die Fahrbahn verstärkt teilen müssen.

Das neue Radverkehrskonzept verfolgt den Grundsatz, die verschiedenen Verkehre nicht mehr zu trennen, sondern stärker zusammenzuführen, so dass sich Autos und Fahrräder die Fahrbahn verstärkt teilen müssen. Foto: Ulrich Gösmann

Ahlen - 

Die Stadt will fahrradfreundlicher werden. Dazu legte die Stadtplanung dem zuständigen Ratsgremium ein Konzept vor, das die Öffnung von Einbahnstraßen für den Radverkehr und die ganztägige Freigabe der Fußgängerzone vorsieht.

Von Dierk Hartleb

Radfahrerfreundlicher soll die Stadt werden. In dieser Zielvorgabe sind sich die Politiker aller Ratsfraktionen einig, aber im Detail sahen die Vertreter der Fraktionen in der Sitzung des Stadtplanungs- und Bauausschusses am Dienstag doch noch Beratungsbedarf.

„Wir freuen uns, dass die Planung schon so weit vorangeschritten ist“, erklärte Ralf Marciniak für die Christdemokraten nach der Vorstellung des geplanten Maßnahmen durch Robert Reminghorst von den Umweltbetrieben. Der hatte das Konzept mit den gegenläufig befahrbaren Einbahnstraßen im Innenstadtgebiet, für die Schaffung zusätzlicher Fahrradabstellplätze und die Umgestaltung von Unterführungen und Knotenpunkten vorgestellt. Die CDU müsse sich mit dem detaillierten Konzept noch beschäftigen, kündigte Marciniak an, und werde noch den einen oder anderen Vorschlag einbringen. Für die Bürgerliche Mitte Ahlen (BMA) meldete Martina Maury Bedenken an, auf Wallstraße und Nordenmauer für die Radfahrer noch Markierungen oder Piktogramme vorzunehmen, weil der Straßenquerschnitt ohnehin das Überholen eines Radfahrers bei einem einzuhaltenden Sicherheitsabstand von 1,50 Meter so gut wie unmöglich mache.

Um die Sicherheit der Radfahrer zu erhöhen, sollen in den für den Radverkehr freizugebenden Einbahnstraßen Tempo-30-Zonen eingerichtet werden. Die Öffnung der Einbahnstraßen sei unverzichtbar, intervenierte Stadtbaurat Andreas Mentz, um die Durchlässigkeit des Straßensystems für Radfahrer zu erhöhen. Das sei auch bei der im vergangenen Jahr durchgeführten Bürgerversammlung zu dem Thema Konsens gewesen.

Mentz versicherte zudem, dass die versuchsweise ganztägige Freigabe der Fußgängerzone für Radfahrer nach einem halben Jahr kritisch hinterfragt werde. Der Prozess für eine fahrradfreundlichere Stadt soll von einer Öffentlichkeitskampagne intensiv begleitet werden, kündigte Mentz an. Derzeit sei man dabei, ein Planungsbüro mit einer starken Kommunikationsausrichtung ausfindig zu machen, das den gesamten Umgestaltungsprozess begleiten soll. Dazu gehörten entsprechende Veranstaltungen sowie eigene sowie auch mediale Veröffentlichungen.

Der Vorschlag von FWG-Chef Heinrich Artmann, andere Bereiche der Stadt in dieses Konzept einzubeziehen, wurde von Mentz mit dem Hinweis kommentiert, dass bei entsprechenden Interessenbekundungen durch die Bürger das Konzept jederzeit erweitert werden könnte. In Stufe eins, die für Sommer dieses Jahres geplant ist, sollen zunächst die beschriebenen Maßnahmen nach erneuerter Beratung angegangen werden.

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