Do., 20.04.2017

Zeichen des Friedens in einem unruhigen Europa Deutsche und Dänen auf Augenhöhe

Die Zeiten in Europa sind unruhig. Ein immer stärker werdender Nationalismus, der sich unter anderem in der „Brexit“-Entscheidung und vielen Wahlen widerspiegelt, scharfe Töne aus einigen Mitgliedsstaaten und umliegender Machthaber bereiten vielen Menschen berechtigte Sorgen.

Gelebte Völkerverständigung und die Versöhnung über Kriegsgräbern, wie sie aufgrund einer anfangs kritisch beobachteten Initiative von Ahlenern und Sonderburgern seit mehr als 15 Jahren auf den Düppeler Schanzen gepflegt wird, kann hier einen Gegenpol bilden und friedensstiftend wirken. Die weitreichenden Kontakte auf militärischer, ziviler und sogar politischer Ebene, die sich aus dieser Initiative ergeben, belegen dies über die jährliche Teilnahme an der Gedenkfeier hinaus.

Es ist daher mehr als positiv zu bewerten, dass das Aufklärungsbataillon 7 aus der „Westfalen-Kaserne“ nach der Auflösung des Sanitätsregiments 22 die Tradition fortführt, die 2001 das Panzergrenadierbataillon 192 begründet hat. Dass sich Deutsche und Dänen auf Augenhöhe begegnen möchten, zeigt sich ebenso in dem am Dienstag geäußerten Wunsch der Sonderburger, dass die Ahlener Soldaten ab 2018 wieder uniformiert bei der Kranzniederlegung antreten sollen. Bleibt zu hoffen, dass diesem Wunsch auch von den Entscheidungsträgern auf deutscher Seite entsprochen wird. Christian Wolff

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