Mi., 17.05.2017

Politik begrüßt Planung für Kerkmann-Platz Noch nicht alle Probleme gelöst

Als „dunkles Loch“ wird die Bahnunterführung zwischen dem östlichen Ende der Fußgängerzone und dem Kerkmann-Platz heute vor allem von Fußgängern und Radfahrern empfunden. Das soll sich ändern.

Als „dunkles Loch“ wird die Bahnunterführung zwischen dem östlichen Ende der Fußgängerzone und dem Kerkmann-Platz heute vor allem von Fußgängern und Radfahrern empfunden. Das soll sich ändern. Foto: Peter Harke

Ahlen - 

Für die laut Stadtbaurat Andreas Mentz „verkehrlich kniffligste Situation“, die es in Ahlen gibt, hat die Verwaltung eine überzeugende Lösung gefunden. So das einhellige Urteil der Mitglieder des Betriebsausschusses, die die Pläne zur Umgestaltung des Gebrüder-Kerkmann-Platzes vor dem ehemaligen „Marktkauf“ am Dienstag geradezu euphorisch aufnahmen.

Von Peter Harke

Zwar seien ein paar Punkte noch unklar, aber die CDU favorisiere eindeutig die „Variante B“, die den Bau ei­nes Kreisverkehrs vorsieht, gab Rudolf Jaschka das Meinungsbild in seiner Fraktion wieder, die am Vorabend ausgiebig über der Vorlage „gebrütet“ habe. Seitens der SPD signalisierte Hans-Jürgen Metzger ebenfalls Unterstützung für dieses „stadtbildprägende Vorhaben“. An­dreas Mentz freute sich über die „positive Tendenz“ in den Wortmeldungen.

Kreisverkehr hat viele Vorteile

Mentz und der Leiter der Ahlener Umweltbetriebe, Bernd Döding, stellten in ei­ner Powerpoint-Präsentation noch einmal die Ausgangslage und die alternativen Entwürfe für den Kerkmann-Platz dar. Gegenüber einem konventionellen Ausbau unter Beibehaltung der heutigen Lichtsignalanlagen bietet nach Dödings Worten der Kreisverkehr viele unschlagbare Vorteile: eine intelligentere Lenkung der Verkehrsströme, eine bessere Anbindung des Hundhausen-Areals, mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer. Und auf Ampeln kann komplett verzichtet werden. Was den erfreulichen Ne­beneffekt hat, dass hierfür auch keine Wartungs- und Energiekosten mehr anfallen, die Stadt so jährlich 9000 Euro spart.

Bedenken von Rolf Leismann (BMA) bezüglich der Leistungsfähigkeit des Knotenpunktes zerstreute An­dreas Mentz. Er mache sich darüber „keine Sorgen“, die Verkehrsbelastung sei „überschaubar“, die Kapazität „ausreichend“. Auch ein Sattelzugfahrer, der die Vorwarnschilder übersehen oder ignoriert habe und wegen der zu geringen Durchfahrthöhe vor der Bahnunterführung umkehren müsse, könnte problemlos wenden.

Verbreiterung der Unterführung kein Thema

„Nicht hundertprozentig gelöst“, gab der Baudezernent zu, sei die Verkehrssituation westlich der Bahnlinie im Bereich Am Bahndamm / Moltkestraße / Holzweg. Dies bleibe „noch eine Aufgabe für die Zukunft“. Und auch mit der Industriestraße werde man sich im Zusammenhang mit der sich abzeichnenden Entwicklung bei Nahrath „aus­ein­andersetzen“ müssen.

Der Vorsitzende der Freien Wähler, Heinrich Artmann, warf die Frage auf, ob man mit der Deutschen Bahn über eine Verbreiterung der Unterführung reden könnte. Darauf An­dreas Mentz: „Wir reden mit der Bahn.“ Das letzte Gespräch liege erst wenige Tage zurück, dabei habe ein Vertreter der DB jedoch erneut bekräftigt, dass das Un­ternehmen für das noch sehr stabile Brückenbauwerk „auf Jahrzehnte“ keinen Handlungsbedarf sehe. Die leicht siebenstelligen Kosten für bauliche Veränderungen müsste die Stadt demnach selbst schultern. Also: vergessen.

Am vorhandenen Tunnel soll dennoch Hand angelegt werden. „Das muss heller und freundlicher werden“, gab An­dreas Mentz die Zielrichtung vor.

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