Sa., 12.08.2017

Ärger um Vorhelmer Abenteuerspielplatz Bürger fühlten sich bei Abbau übergangen

Ortstermin am einstigen Abenteuerspielplatz: CDU-Ratsherr Erhard Richard (r.), sein Parteikollege Ludger Diekmann (3.v.r.) und Umweltbetriebe-Chef Bernd Döding (2.v.l.) trafen auf Vertreter der Familien Tophinke, Fliegener und Holtmann.

Ortstermin am einstigen Abenteuerspielplatz: CDU-Ratsherr Erhard Richard (r.), sein Parteikollege Ludger Diekmann (3.v.r.) und Umweltbetriebe-Chef Bernd Döding (2.v.l.) trafen auf Vertreter der Familien Tophinke, Fliegener und Holtmann. Foto: Christian Wolff

Vorhelm - 

Bei einem Ortstermin auf dem Vorhelmer Abenteuerspielplatz erläuterte Bernd Döding, Leiter der Ahlener Umweltbetriebe, warum die beliebte Seilbahn abgebaut wurde: Sie sei nicht mehr standsicher gewesen. Die Anwohner sind dennoch unzufrieden.

Von Christian Wolff

Eines gesteht Bernd Döding ohne Umschweife ein: „Die Informationspolitik war schlecht.“ Der Leiter der Ahlener Umweltbetriebe, der selbst in Vorhelm wohnt, versteht den Unmut der Nutzer des Vorhelmer Abenteuerspielplatzes gut: „Sie hätten über den Abbau der Seilbahn und dessen Gründe informiert werden müssen. Das wird in Zukunft anders laufen.“

Aufgerüttelt durch die „AZ“-Berichterstattung und Leserbriefe hatte CDU-Ratsherr Erhard Richard gemeinsam mit Ludger Diekmann am Freitagnachmittag zu einem Ortstermin gebeten. Die Gelegenheit zum Meinungsaustausch nutzen auch einige Eltern und Großeltern, die mit ihren Kindern zu den Stammgästen der einstigen Vorzeigeanlage gehören.

Bernd Döding erläuterte dabei, dass die Seilbahn über keine festen Fundamente verfügte. Die Ständer seien lediglich mit Holzriegeln verbunden gewesen. „Der Standort hier ist recht feucht, das Holz war folglich schon ziemlich morsch.“ So habe seine Pflegetruppe, die regelmäßig die Sicherheit der rund 70 SPielplätze im Stadtgebiet unter die Lupe nimmt, einen Abbau in die Wege geleitet. „Wir können es nicht verantworten, wenn hier einem Kind etwas passiert“, warb Döding um Verständnis. Wenn hier wieder eine ähnliche Attraktion aufgebaut werden sollte, müsste sie schon aus Stahl sein.

Die Tragweite des Rückbaus wurde offenbar unterschätzt. „Als mein Sohn Henry bemerkte, dass die Seilbahn weg ist, hat er bitterlich geweint“, berichtete Annette Tophinke. Der Vierjährige sei nur schwer zu trösten gewesen. Döding betonte, dass keine böse Absicht dahinterstecke, Vorhelm nicht bewusst benachteiligt würde. „Man muss alle Spielplätze sehen. Wir dürften jetzt nicht anfangen, eine Ecke zu bevorzugen“, sagte er.

Erhard Richard sicherte zu, den Abenteuerspielplatz im Vorhelmer Ortsausschusses auf die Agenda zu setzen. Das sei bereits mit dem Vorsitzenden Hubertus Beier abgestimmt. „Wir haben uns politisch dafür ausgesprochen, dass diese Fläche erhalten bleibt. Im jüngsten Spielplatzkonzept ist die Fläche sogar als ,Freizeitpark Vorhelm‘ vermerkt“, erinnerte Richard. Dieser Anspruch müsse sich auch in der Realität wiederfinden. „Ich werde mich in den kommenden Haushaltsberatungen dafür verstärkt einsetzen.“

Zumindest, was den teilgesperrten Kletterturm angeht, konnte Bernd Döding kurzfristige Abhilfe zusagen. „Man muss wissen, dass hier Vandalismus die Ursache war“, sagte er. „Irgendwer hatte Trittbretter angesägt, so dass sie komplett ersetzt werden mussten.“ Diese Nachricht erschütterte die Anwesenden. „Wer macht sich so eine Mühe?“, fragte Ludger Diekmann kopfschüttelnd.

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Als mein Sohn Henry bemerkte, dass die Seilbahn weg ist, hat er bitterlich geweint.

Annette Tophinke

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