Di., 12.09.2017

Beute für Drogen Elsken-Einbrecher in Haft

Symbolbild 

Ein Jahr und zehn Monate Haft bringt einem 37-jährigen Angeklagten ein Beutezug durch die Elsken-Siedlung ein. Foto: dpa / Symbolbild

Ahlen - 

Ein Jahr und zehn Monate Haft bringt einem 37-jährigen Angeklagten ein Beutezug durch die Elsken-Siedlung ein.

Von Peter Schniederjürgen

„Wenn ich nicht ins Gefängnis gekommen wäre, wäre mein Leben wohl in echter Gefahr gewesen“, sagte der Angeklagte am Dienstagvormittag, als er in Handschellen vor dem Ahlener Schöffengericht erschien. Der aus Georgien stammende Bielefelder hatte am 2. Juni 2016 bei einem Einbruch im Ahlener Elsken Werte von rund 4500 Euro erbeutet. Für diese Tat wurde er am Dienstag zu einem Jahr und zehn Monaten Freiheitsstrafe ohne Bewährung verurteilt. Zudem geht der Ausgleich des Schadens auf sein Konto.

Beute im Tausch gegen Drogen

Der Angeklagte ließ die Tat durch seinen Anwalt erklären. Danach kam der schwer heroinsüchtige, dreifache Familienvater nach Hamm, um sich mit Rauschgift einzudecken. „Die Qualität des Hammer Stoffes ist wohl höher als die in Bielefeld“, erklärte der Anwalt.

Als das Geld nicht mehr reichte, begab sich der Georgier mit einem Landsmann nach Ahlen. Hier brachen sie eine Terrassentür an einem Haus im Nordenstadtteil auf und begannen den Diebeszug. Der brachte ihnen diversen Schmuck, darunter auch über hundert Jahre alten Familienschmuck, verschiedene elektronische Geräte, etliche Spardosen und eine Kamera mit mehreren Objektiven in ihren vorübergehenden Besitz.

Die Vorsitzende Richterin befragte den Angeklagten nach der Identität des Komplizen. Was der 37-jährige auch bereitwillig beantwortete. Er bestätigte den Ablauf des Einbruchs, wie es der Anwalt beschrieb. Zur Schadenshöhe konnte der Georgier jedoch keine Angaben machen. „Es kommt schon etwa hin. Ich habe mir die Sachen nicht angesehen. Wir haben alles eingepackt und sind sofort zurück“, führte er vor Gericht weiter aus. In Hamm wurde die Beute sogleich gegen Drogen getauscht.

Mehrfach vorbestraft

Im Verlauf der Verhandlung stellte sich heraus, dass noch ein weiteres Eigentumsdelikt gegen den mehrfach, auch einschlägig vorbestraften Mann vorliegt. „Das ist jedoch nicht der Gegenstand dieser Verhandlung“, machte der Staatsanwalt klar.

Der Angeklagte steht zurzeit noch unter Bewährung. „Jedoch nicht einschlägig, er ist wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verurteilt worden“, stellte der Verteidiger klar. Dennoch ist sein Mandant bereits fünfmal straffällig geworden, darunter auch durch ähnliche Taten. „Die liegen allerdings schon acht Jahre zurück“, plädierte der Verteidiger. Sein Kollege von der Anklage beantragte zwei Jahre und drei Monate. Die Verteidigung beschied sich dagegen auf zehn Monate zur Bewährung.

„Sie haben Glück, dass Sie die Tat noch vor der Verschärfung der Strafen für Wohnungseinbruch begangen haben. Sonst wäre deutlich mehr dabei herausgekommen“, so die Richterin im Schlusswort.

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