Di., 12.09.2017

Abrissarbeiten laufen Hundhausen-Brache wacht auf

Gegen den Uhrzeigersinn arbeitet sich die Firma Wolters auf dem Hundhausen-Areal vor. Am Dienstag weicht die Halle rechts lang dran runter.

Gegen den Uhrzeigersinn arbeitet sich die Firma Wolters auf dem Hundhausen-Areal vor. Am Dienstag weicht die Halle rechts lang dran runter. Foto: Ulrich Gösmann

Ahlen - 

Ahlens Industriebrache Hundhausen erwacht aus einem Jahrzehnte langen Dornröschenschlaf. Abrissarbeiten setzen in der Innenstadt ein Signal zum Aufbruch. Im Sommer 2018 ist die ehemalige Stärkefabrik Einkaufsmagnet.

Von Ulrich Gösmann

Recken und Strecken, um übers schmiedeeiserne Schiebetor einen Blick auf die Brache zu erhaschen? Das geht jetzt auch einfacher, seitdem das Tor verschwunden ist. Der Hundhausen-Abriss ist angelaufen – und bietet freie Sicht auf das, was Ahlener Industriegeschichte geschrieben hat. Durchs Bauzaungitter gibt‘s ab sofort jede Menge zu sehen – und davon stündlich weniger.

Fotostrecke: Hundhausen-Abriss

Die Firma Wolters arbeitet sich gegen den Uhrzeigersinn systematisch vor. Pförtnerhaus und Tor sind am Dienstagmorgen bereits weg, die Halle rechts außen am Abend auch. „Als nächstes geht‘s scharf um den Schornstein rum“, lässt Bauleiter Maik Kempker wissen. Die Überlegung von Eigentümer und Entwickler Anton Neuhaus, ihn als Zeitdokument erhalten und in das neue Einkaufszentrum integrieren zu wollen, hat sich auch bis zu den Saerbeckern rumgesprochen. Für die Silos, die am Dienstagmorgen in ihrem Schneeweiß einen bestechenden Kontrast zum tiefschwarzen Himmel antreten, soll es noch in dieser Woche in die Waagerechte gehen. Das übernimmt der Longfront-Großbagger, der in den nächsten Stunden in Ahlen erwartet wird. Kempker: „Wir werden uns mal rantasten, ob wir sie umgekippt kriegen.“ Abtransport dann auf dem Tieflader, wahrscheinlich in Einzelstücke zerschnitten.

Nächster dicker Brocken: der hintere Anbau, der ans Hauptgebäude schließt. Anschließend fällt auch der vordere Klinkerbau, dessen Turmspitze ein RWA-Graffiti ziert. Die Lüftungsanlage, die auf dem künftigen kombinierten Einkaufs- und Parkhaus sitzt, wird ein Kran an den Haken nehmen.

Wohnhäuser weichen nächste Woche

Sprung in die nächste Woche: Dann geht‘s vorne ans erste von zwei Wohnhäusern. „Die sind ziemlich marode. Da müssen wir ganz vorsichtig rangehen“, schickt Maik Kempker vorweg. Angepeilte Abrisszeit: drei Tage, wenn nicht so viel zu trennendes Holz drin stecke. Ein Telelader wird sich dann mit erhobener Matte auf dem Bürgersteig positionieren, der wiederum in Brechsand gebettet ist.

Durch den Abriss der Altgebäude werde der Kraftverkehr nicht beeinträchtigt, informiert Stadtsprecher Frank Merschhaus auf Nachfrage. „Fahrradfahrer und Fußgänger werden jedoch die gegenüberliegende Straßenseite benutzen müssen. Eine entsprechende Beschilderung und Absperrung wird in den nächsten Tagen eingerichtet. Baustart am neuen Kreisverkehr sei nicht vor den Herbstferien.

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