Do., 14.09.2017

Aufklärungsbataillon 7 „Wir sind keine Geheimagenten“

Höhepunkt des Besuchstages war für viele Teilnehmer die Fahrt mit dem Spähwagen „Fennek“. Hier grüßt Anita Hennig aus der rechten Luke. Ein umfangreiches Tagesprogramm absolvierten die Abordnungen des Traditionsverbands Panzeraufklärungsbataillon 1, des Kameradschaftsverbands Aufklärer 7 und des Freundeskreises Ahlener Soldaten in der „Westfalen-Kaserne“.

Höhepunkt des Besuchstages war für viele Teilnehmer die Fahrt mit dem Spähwagen „Fennek“. Hier grüßt Anita Hennig aus der rechten Luke. Ein umfangreiches Tagesprogramm absolvierten die Abordnungen des Traditionsverbands Panzeraufklärungsbataillon 1, des Kameradschaftsverbands Aufklärer 7 und des Freundeskreises Ahlener Soldaten in der „Westfalen-Kaserne“. Foto: Christian Wolff

Ahlen - 

Einmal mit dem Spähwagen „Fennek“ fahren oder die hochsensible Technik des Aufklärungsbataillons 7 ausprobieren – das war jetzt beim Kameradschaftstag in der „Westfalen-Kaserne“ möglich. Abordnungen dreier Verbände waren dort am Dienstag zu Gast.

Von Christian Wolff

Spannende Einblicke und viele völlig neue Details über Geschichte, Technik und Auftrag des Aufklärungsbataillons 7 erfuhren am Dienstag rund 50 zivile Besucher in der „Westfalen-Kaserne“. Die Soldaten hatten Abordnungen des Traditionsverbands Panzeraufklärungsbataillon 1, des Kameradschaftsverbands Aufklärer 7 und des Freundeskreises Ahlener Soldaten zu einem umfangreichen Tagesprogramm eingeladen, um freundschaftliche Bande zu festigen und neue Kontakte zu knüpfen.

„Wir sind keine Geheimagenten, auch wenn sich der eine oder andere hier vielleicht für James Bond hält“, sagte Oberstleutnant Marc Kalbus, stellvertretender Kommandeur, mit Augenzwinkern, als er die Gäste in einem Einführungsvortrag mit den Aufgaben seiner erst 2015 aufgestellten Truppe vertraut machte. „Informationsgewinnung ist seit jeher bei Konflikten eine Kernaufgabe der Streitkräfte.“ Bodengebundene Spähaufklärung, luftgestützte unbemannte abbildende Lageaufklärung und Gefechtsfeldradaraufklärung sowie die Aufklärung mittels leichten abgesessenen Aufklärungskräften und Feldnachrichtenkräften gehören hier zu den Möglichkeiten, erklärte er. „Dadurch wird ein bedarfsorientiertes, zeitgerechtes und umfassendes Lagebild generiert.“ All das finde sowohl in nationalen als auch in multinationalen Einsatzszenarien Anwendung – unter anderem in Afghanistan und Mali.

Fünf Kompanien, darunter eine Rekrutenkompanie, sind dem Kommandeur in Ahlen unterstellt. Die Ausbildung von Rettungssanitätern, die ebenfalls am Standort erfolgt, haben die Aufklärer von ihrem Vorgängerverband übernommen. Und auch die Spuren der langen Historie der Panzergrenadiere werden von den heutigen Hausherren gepflegt. So freuten sich die Ehemaligen über den ausgestellten Schützenpanzer „Marder“ und so manche Reminiszenz in den Räumen der Unteroffiziersheimgesellschaft (UHG). „Wir werden auch für die drei Kaisergemälde aus dem bereits geschlossenen Offiziersheim einen neuen Platz finden“, versprach Kalbus und konnte sich einen Seitenhieb auf die aktuelle Traditionsdiskussion bei der Bundeswehr nicht verkneifen: „Diese Kaiser sind ja in dieser Richtung unbedenklich.“

Fotostrecke: Kameradschaftstag des Aufklärungsbataillons 7

Nach einer Führung durch zentrale Bereiche des Standorts stärkten sich die Besucher beim gemeinsamen Mittagessen. Die Atmosphäre im Mannschaftsheim weckte bei vielen Teilnehmern Erinnerungen an die eigene Wehrdienstzeit in Ahlen. Dass die zukünftige Truppenversorgung über das „Trio-Gebäude“ noch Zukunftsmusik ist, da an dem Neubau seit Jahren gewerkelt wird, verleitet derzeit so manchen Soldaten zum Vergleich mit dem neuen Berliner Flughafen.

Mit der Präsentation der wichtigsten Gerätschaften, die Aufklärer im Einsatz beherrschen müssen, folgte der Höhepunkt des Besuchstages: Die Aufklärer präsentierten Fahrzeuge, Waffen und technische Gerätschaften. Für einige Gäste ermöglichten sie auch eine Fahrt mit dem Spähwagen „Fennek“, benannt nach dem gleichnamigen Wüstenfuchs. Dabei handelt es sic h um einen leichten Vier-Rad-Panzerspähwagen, der seit 2003 bei der Bundeswehr eingesetzt wird. Der Nachfolger des Spähpanzers „Luchs“ ist das Hauptwaffensystem der Heeresaufklärungstruppe.

Hauptfeldwebel Fabian Woyciechowski und seine Kameraden brachten den Interessierten auch die umgangssprachlich als Drohnen bezeichneten Systeme näher. Zum Beispiel „Aladin“ – eine Aufklärungsdrohne der deutschen Firma EMT für die verzugslose militärische Aufklärung im nahen Umfeld. Der Name steht für „Abbildende luftgestützte Aufklärungsdrohne im Nächstbereich“.

Beim parallel laufenden Wettbewerb im SAP-Schießen zeigten sich von Ahlener Seite Thomas Kras und Jennifer Schwippe erfolgreich. Sie wurden vom Kommandeur, Oberstleutnant Stefan Kribus, zum Abschluss bei Kaffee und Kuchen mit Urkunden ausgezeichnet.

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Informationsgewinnung ist seit jeher bei Konflikten eine Kernaufgabe der Streitkräfte.

Oberstleutnant Marc Kalbus

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