So., 12.11.2017

Neuer „Beflügelter Aal“ Für Historiker eine wichtige Quelle

Zufrieden mit ihrem Werk: Herausgeber und Autoren stellten am Freitagabend auf Mittrops Hof die 36. Ausgabe der Jahresschrift „Der beflügelte Aal“ vor.

Zufrieden mit ihrem Werk: Herausgeber und Autoren stellten am Freitagabend auf Mittrops Hof die 36. Ausgabe der Jahresschrift „Der beflügelte Aal“ vor. Foto: Peter Schniederjürgen

Ahlen - 

Stadtgeschichte auf 126 Seiten, farbig und schwarz-weiß, mit 550 Exemplaren Auflage, das sind die Rahmendaten des 36. „Beflügelten Aals“. Den stellten am Freitag Mechthild Massin und Frank Krümmer vor, traditionell beim Glühweinabend des Heimat-Förderkreises auf der Tenne von Mittrops Hof.

Von Peter Schniederjürgen

Der „Aal“ ist eine Art von Stadtchronik geworden. „Immer wieder hören wir, dass diese Schrift als Quelle für historische Arbeiten herangezogen wird oder zur Antwort auf Fragen aus der Stadtgeschichte“, sagt Schriftleiterin Mechthild Massin. Was sicher ein deutliches Qualitätsmerkmal ist. Denn diese Jahresschrift behandelt nicht nur die Vergangenheit, sie begleitet auch die aktuellen Entwicklungen. Ebenso vielfältig wie die Themen sind die Autoren. „Wir haben so viele Einsendungen erhalten, dass ich leider nicht alle berücksichtigen konnte“, bedauerte Massin. Doch sie stellte ganz klar: „Alles, was wir hereinbekommen, wird wertgeschätzt.“

So reicht das Spektrum vom Blumenbild bis zur Wibbeltschen Geschichte des Waldbruders. Pfarrer em. Heinrich Honermann hat diese frappierend aktuellen Texte des Vorhelmer Heimatdichters wohl als Denkanstoß zum Umgang mit der Natur entdeckt und dem „Aal“ hinzugefügt.

Verschwinden gewohnte Gebäude aus dem Ahlener Stadtbild, ist das für Heimatfreunde immer traurig. So widmet diese Jahresschrift sich in einem Kapitel dem Abriss des Kettelerhauses. „Bei Jupp“ war für Generationen von Schülern mehr als nur ein Treffpunkt. Doch mit der vorläufigen Rettung des „Kulturguts Haus Samson“ in des Autoren Heimatgemeinde Tönnishäuschen gab es auch etwas Erfreuliches zu vermelden.

Mit der Geschichte Ahlens als Garnisonsstadt setzten sich Ingo Klotzsch und Helmut Ransleben gemeinsam mit weiteren ehemaligen Kameraden des früheren Panzergrenadierbataillons 192 auseinander. Umfangreiches Material, auf das die Autoren zurückgreifen konnten, war bereits für die Ausstellung im Heimatmuseum im Oktober / November 2016 zusammengetragen worden.

Zechengeschichten, Ahlener Kommunisten in der Résistance, Ampeln und Radfahrer – nur einige von weiteren Themen. Dieser „Aal“ ist so frisch, wie er nur sein kann. Spannend, vielfältig und ein reiner Ahlener. „Wir konnten diese Ausgabe wieder vollständig in Ahlen drucken lassen“, freut sich Frank Krümmer, Leiter des herausgebenden Anno-Verlages, bei dem der neue „Aal“ ab sofort zum Preis von 10,90 Euro erhältlich ist, ebenso wie im örtlichen Buchhandel.

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