Mo., 13.11.2017

Verwaltung blitzt mit Vorschlag ab Keine höhere Hundesteuer

Erleichtert können auch die „Hundefreunde Ahlen“ sein, die sich regelmäßig mit ihren Vierbeinern im Natur- und Gewerbepark „Olfetal“ zum Gassigehen im Rudel treffen: Die Hundesteuer wird nicht schon wieder erhöht.

Erleichtert können auch die „Hundefreunde Ahlen“ sein, die sich regelmäßig mit ihren Vierbeinern im Natur- und Gewerbepark „Olfetal“ zum Gassigehen im Rudel treffen: Die Hundesteuer wird nicht schon wieder erhöht. Foto: Martin Feldhaus

Ahlen - 

Die Hundesteuer wird in Ahlen im kommenden Jahr nicht schon wieder erhöht, wie zuletzt 2014. Einen entsprechenden Vorschlag der Verwaltung lehnte der Finanz- und Personalausschuss in seiner Sitzung am Montag einstimmig ab.

Von Peter Harke

Eine Erhöhung der Hundesteuer in Ahlen ist erst einmal wieder vom Tisch. Entsprechenden Plänen der Verwaltung erteilte die Politik am Montag eine klare Abfuhr. In einer gemeinsamen Sitzung mit dem Betriebsausschuss im ungeheizten Ratssaal lehnten die Mitglieder des Finanz- und Personalausschusses die Vorlage zur Änderung der Hundesteuersatzung einstimmig ab.

Laut Vorschlag des Fachbereichs Finanzen, ungeniert be ­­gründet mit dem „Zweck der Haushaltssanierung“, sollten ab 1. Januar 2018 die Steuersätze für einen Hund von 78 auf 90 Euro im Jahr steigen, bei zwei Hunden von 108 auf 114 Euro je Hund und bei drei Hunden von 126 auf 132 Euro je Hund. Halter von sogenannten gefährlichen Hunden („Kampfhunde“) sollten künftig mit 648 Euro (bisher 624) pro Schnauze zur Kasse gebeten werden. Der Kämmerer hatte sich davon jährliche Mehreinnahmen in Höhe von 35 000 Euro erhofft.

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Hunde haben eine soziale, gesundheitsfördernde Funktion.

Reiner Jenkel (Die Linke)

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Doch schon in den vergangenen Wochen zeichnete sich ab, dass es für diesen neuerlichen Griff in die Taschen der Hundehalter im Rat keine Mehrheit geben würde; mehrere Fraktionen hatten sich nach ihren Haushaltsklausurberatungen dahingehend öffentlich positioniert. So auch die CDU, deren Sprecher Erhard Richard gestern feststellte, dass es nach Ausweisung neuer Hundefreilaufflächen auf Seiten der Hundebesitzer eine erkennbar größere Disziplin auch bei der Beseitigung der Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner gebe und insgesamt ein ausgewogenes Verhältnis im Interessenausgleich zwischen Hundefreunden und Allgemeinheit. Dieses Klima, so Richard, sollte man nicht durch eine Steuererhöhung unnötig anheizen.

Reiner Jenkel (Die Linke) erklärte: „Hunde haben eine soziale, gesundheitsfördernde Funktion.“ Matthias Bußmann (BMA) attestierte ihnen gar einen „volkswirtschaftlichen Nutzen“. Und ei­ne Lenkungsfunktion der Hundesteuer könne seine Fraktion ohnehin nicht erkennen.

Zuletzt war die Hundesteuer in Ahlen 2014 erhöht worden.

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