Di., 14.11.2017

Adventsbasar in der Lohnhalle Nichts aus Profihand

Breites Angebot in der Lohnhalle .

Breites Angebot in der Lohnhalle . Foto: Peter Schniederjürgen

Ahlen - 

Wer hier nichts findet, findet nirgendwo was: Der Adventsbasar in der Lohnhalle erwies sich wieder als unerschöpfliche Quelle für alle, die Weihnachtsdeko lieben.

Von Peter Schniederjürgen

„Die Ideen zur Weihnachtsdeko sind einfach wunderbar“, freute sich Irmgard Knoth am Sonntag über das riesige Angebot beim Adventsbasar in der Lohnhalle. Sie deckt sich jedes Jahr gerne neu ein und findet an den Ständen immer wieder tolle Anregungen. Begleiterin Uschi Ledertheil geht es ruhiger an. „So ganz ohne Einkauf komme ich hier auch nicht raus“, schmunzelt die Ahlenerin. Neue Kerzen und ein paar andere Kleinigkeiten werden daheim den üppigen Dekofundus weiter aufstocken.

Für die Liebhaber der „Schönchen“, die Gemütlichkeit verbreiten, ist der Basar auf der Zeche der Klassiker schlechthin. Was auf die Verkaufstische kommt, ist reines Bastelwerk – nichts kommt aus Profihand. Ein Vorzug, den die Besucher zu schätzen wissen. Dabei haben die ausgestellten Arbeiten durchaus Profiniveau oder übertreffen es sogar.

Franz Josef Wibberg freut sich schon auf den Neujahrsmorgen. Dann zieht der Pensionär los und sammelt die Leitstöcke der abgefeuerten Silvesterraketen. „Ein ganz wichtiger Rohstoff für mich“, verrät der Bastler. Diese Hölzer werden im Laufe des Jahres mit anderem Abfallholz zu Krippen. Doch Krippen, die nur dastehen und schön sind, das wäre dem begeisterten Holzliebhaber zu wenig. Seine Krippen wirken gar nicht so biblisch. Mehr wie etwas angejahrte, mittelgroße Bauernhöfe. „Das ist Absicht. Meine Häuser sind nicht nur für die Adventszeit als Deko geeignet“, stellt Wibberg fest.

Außerhalb der Krippensaison können die Werke Wibbergs als Spielzeug, eben als Bauernhof mit etwas Drumherum oder gar als Ritterburg dienen. Der Erbauer gibt sich große Mühe bei der Materialauswahl. Schön, stark und vor allem billig soll es sein. Aus Apfelsinenkisten vom Markt werden bei ihm Dachschindeln, aus den Resthölzern von Tischlereien entstehen mit Rotband, einer Art Putz, die Wände. Vor einiger Zeit gelang dem Bastler ein besonderer Schnapper. „Als das alte Gasthaus Wibbelt abgerissen wurde, durfte ich mir die Hölzer holen – uralte Eiche. Ein Traum“, strahlt der leidenschaftliche Bastler. Damit ist der Materialvorrat für viele weitere Arbeiten dauerhaft gesichert. „Gerade habe ich einen Kunden aus Beckum getroffen, der mir erzählte, dass er mit einer meiner Krippen gespielt hat und diese nun an seine Kinder weitergeht. So soll es sein“, freut sich der Mann mit dem Gefühl fürs Holz.

Und was kann man mit Garn alles machen? Eigentlich alles. Das zeigen Rita Gerecht und Annette Müller. Sie sind wahre Künstlerinnen der Häkelnadel. Da sind die Schlüsselanhänger, die Petra Dornhoff sucht, nur recht kleine, aber sehr exklusive Fische. „Im vergangenen Jahr gab es hier eine gehäkelte Küche. Heute haben wir die Backutensilien dazu im Angebot“, zwinkert Annette Müller.

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