Di., 05.12.2017

St.-Franziskus-Hospital Schilddrüse im Blick

Chefarzt Dr. med. Frank Klammer freut sich über die Anerkennung für die Klinik für Allgemein-, Visceral- und Spezielle Visceralchirurgie am St.-Franziskus-Hospital.

Chefarzt Dr. med. Frank Klammer freut sich über die Anerkennung für die Klinik für Allgemein-, Visceral- und Spezielle Visceralchirurgie am St.-Franziskus-Hospital. Foto: Paavo Blafield

Ahlen - 

Die Klinik für Allgemein-, Visceral- und Spezielle Visceralchirurgie am St.-Franziskus-Hospital ist jetzt Mitglied im Deutschen Schilddrüsenzentrum.

Seit November 2017 ist die Klinik für Allgemein-, Visceral- und Spezielle Visceralchirurgie am St.-Franziskus-Hospital Ahlen Mitglied im Deutschen Schilddrüsenzentrum. Das hohe Anforderungsprofil an die Mitgliedschaft hat die Chirurgie problemlos erfüllen können. Die Klinik unterliegt seit einiger Zeit einer permanenten Qualitätskon­trolle durch die Deutsche Gesellschaft für Allgemein-, und Visceralchirurgie und die Ergebnisse in der Schilddrüsenchirurgie wurden mehr als zufriedenstellend bewertet.

„Ein kleines Organ mit erheblicher Wirkung und vor allem erheblichen Nebenwirkungen bei nachgewiesener Fehlfunktion gewinnt national und international an zunehmender Bedeutung“, erklärt Chefarzt Dr. Frank Klammer, der sich seit Jahren intensiv mit den Erkrankungen der Schilddrüse und den unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten beschäftigt.

„Das St.-Franziskus-Hospital Ahlen hat insbesondere in den letzten zehn Jahren sein medizinisches Versorgungsspektrum umfänglich erweitert und ausgebaut“, so Dr. Klammer. Schwerpunkte und Spezialgebiete wurden etabliert und inzwischen lokal und überregional von den Betroffenen und den Hausärzten genutzt. Es wurden minimal- invasive Operationstechniken eingeführt und darüber hinaus bietet die Klinik seit Jahren Spezialsprechstunden für Betroffene und Angehörige an. Insbesondere kann in den Sprechstunden die Möglichkeit einer sogenannten Zweitmeinung genutzt werden, wenn es dem Betroffenen noch nicht möglich ist, einer vorgeschlagenen Therapieform zuzustimmen, oder noch ergänzende Informationen gewünscht werden.

Das Anforderungsprofil der Versorgung von Schilddrüsenerkrankungen hat sich zeitgleich in den letzten Jahren deutlich verändert. „Besonders die operative Versorgung dieser Erkrankungen stellt inzwischen hohe Ansprüche an den Operateur“, erläutert der Chefarzt. Dabei hat die operative Therapie von Schilddrüsener­krankungen nicht nur die Beseitigung der Grunderkrankung zur Aufgabe. Vielmehr gilt es, im Rahmen der Operation organ- und gewebeschonend vorzugehen. Dies betrifft in erster Linie die Stimmbandnerven und die sogenannten Nebenschilddrüsen.

Der bösartige Schilddrüsenbefund muss von Anfang an adäquat eingeschätzt und entsprechend operativ versorgt werden. Die Möglichkeit einer Schnellschnittuntersuchung sollte immer gegeben sein.

Häufig schließen sich Nachbehandlungen an, die eine allumfassende medizinische Betreuung komplettieren. Die Chirurgische Klinik des St. Franziskus-Hospitals Ahlen stellt sich seit Jahren dieser besonderen Herausforderung. Interdisziplinäre Netzwerke wurden systematisch aufgebaut, besondere Operationstechniken etabliert und die Möglichkeit einer bereits intraoperativen Untersuchung des entnommenen Gewebes ist seit langem Standard in der Chirurgie. Ein gewebeschonendes Vorgehen ist das Credo jeder Operation an der Schilddrüse. Es sollte immer so viel wie notwendig und so wenig wie möglich im Bereich der Schilddrüse entfernt werden.

Die Stimmbandnerven werden innerhalb der Operation dargestellt und ihre Funktion überprüft und gemessen. Die Nebenschilddrüsen werden immer dargestellt und geschont. Die Technik der Transplantation von Nebenschilddrüsen, wenn notwendig, gehört ebenfalls zum Repertoire der Operateure in der Chirurgischen Klinik und „die guten Operationsergebnisse rechtfertigen den erheblichen Mehraufwand“, betont Dr. Klammer.

„Mit der Mitgliedschaft im Deutschen Schilddrüsenzen­trum werden sich die Netzwerke in der Behandlung der Schilddrüsenerkrankungen erweitern, die Qualität der Versorgung wird sich weiter verbessern, die operative Versorgung der Betroffenen im Gesamtkonzept der Behandlung wird noch sicherer“, so Dr. Klammer.

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