Di., 05.12.2017

Stromausfall im Berufskolleg Ahlen Schüler durften nach Hause

Kabelmessung: Fachleute, beauftragt durch den Schulträger Kreis Warendorf, lokalisierten die Ursache des Stromausfalls. Parallel dazu sprangen dank eines Notstromaggregats der Stadtwerke zumindest in Teilen wieder Licht und Heizung an.

Kabelmessung: Fachleute, beauftragt durch den Schulträger Kreis Warendorf, lokalisierten die Ursache des Stromausfalls. Parallel dazu sprangen dank eines Notstromaggregats der Stadtwerke zumindest in Teilen wieder Licht und Heizung an. Foto: Christian Wolff

Ahlen - 

„Hitzefrei“ haben viele Schüler in ihrer Laufbahn schon erlebt. Aber dass sie den Heimweg antreten durften, weil im gesamten Schulkomplex weder Licht noch Heizung funktionierten, ist zumindest für das Berufskolleg Ahlen ein Novum. Am Dienstagmorgen standen sie im Dunkeln.

Von Christian Wolff

Das Berufskolleg Ahlen, Im Pattenmeicheln, wird derzeit mit einem Notstromaggregat versorgt. Grund: Stromausfall. Da ohne Licht und Heizung kein regulärer Unterricht möglich war, wurden alle Schüler nach Hause geschickt. „Das hat es in unserer Schulgeschichte noch nie gegeben“, sagt Schulleiter Ingo Weißenborn.

Als Ludger Schweck, Stromexperte bei den Stadtwerken, am Dienstagmorgen informiert wurde, stand er zunächst vor einem Rätsel. „Betroffen war tatsächlich nur die Schule selbst und kein anderes Gebäude in der Umgebung“, erklärt er im „AZ“-Gespräch. „Wir betreiben am Pattenmeicheln eine 10-kV-Trafostation. Dort haben wir sofort unsere Leute hingeschickt.“ Schnell habe sich herausgestellt, dass die Schadensursache nicht in der Station selbst zu suchen war. „Von dort führt ein Kabel zu einer schuleigenen 10-kV-Station, so dass wir davon ausgehen mussten, dass der Defekt irgendwo dort oder auf dem Weg dorthin liegen muss“, so Schweck.

Da bei Kurzschlüssen auch Rückkopplungen auf vorgeschaltete Anlagen entstehen, ließ sich im Laufe des Vormittags genau nachvollziehen, dass der Stromausfall in der Nacht zu Dienstag um 4.55 Uhr eingetreten sein muss. Schweck: „Unsere Geräte haben das dokumentiert.“ Damit wenigstens in einem Teilbereich der Berufsschule, vornehmlich in der Verwaltung, weitergearbeitet werden konnte, aktivierten die Stadtwerke ein Notstromaggregat, das am Mittwoch den Komplettbetrieb sicherstellen wird.

Ein neongrünes Kreuz markier die Stelle auf der Parkplatzzufahrt, unter der die Experten den Kabelschaden lokalisiert haben.

Ein neongrünes Kreuz markier die Stelle auf der Parkplatzzufahrt, unter der die Experten den Kabelschaden lokalisiert haben. Foto: Christian Wolff

Um die nötigen Vorbereitungen zu treffen, ließen Schulleiter Ingo Weißenborn und sein Kollegium auch die Abendkurse ausfallen. Dabei lobten sie die reibungslose Kooperation mit dem Kreis Warendorf als Schulträger und mit den Stadtwerken. Am Mittwoch sollte wieder alles planmäßig laufen, hieß es in einem Rundschreiben, das sowohl auf der Internetseite der Schule als auch im sozialen Netzwerk „Facebook“ veröffentlicht wurde. „Bitte stellen Sie sich darauf ein, dass die Temperatur in den Klassenräumen voraussichtlich unterhalb des üblichen Bereichs liegen wird“, heißt es dort an die Schüler gerichtet.

Wann der Schaden repariert sein wird und der Notbetrieb abgeschaltet werden kann, steht indes noch nicht fest. Da die Schadensstelle unter einer Parkplatzzufahrt zu liegen scheint, wird wohl zunächst ein Baggereinsatz notwendig sein.

Leserkommentare

Google-Anzeigen

immomarkt.ms Anzeigen

Wohnungen, Häuser, Grundstücke und gewerbliche Immobilien aus Ihrer Region

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5336453?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F126%2F