Do., 07.12.2017

„Das Dschungelbuch“ in der Stadthalle Ohne Freundschaft geht‘s nicht

Baghira, Mogli und Balu.

Baghira, Mogli und Balu. Foto: Ralf Steinhorst

Ahlen - 

Tolle Schauspieler, tolle Kostüme: Das Publikum in der Stadthalle erlebte mit dem Kindermusical „Das Dschungelbuch“ ein sehenswertes Urwald-Spektakel.

Von Ralf Steinhorst

Was denn nun: Ist er Wolf oder Mensch? Mit dieser Frage muss sich Mogli im weltbekannten „Dschungelbuch“ von Rudyard Kipling plötzlich auseinandersetzen. Und nicht nur das. Im Dschungel wird er von Tiger Shir Khan attackiert und braucht seine Freunde Balu und Baghira.

Es war ein buntes Urwaldspektakel, das das Liberi-Theater aus Bochum am Mittwochnachmittag vor gut 550 Zuschauern auf die Bühne der Stadthalle brachte. Nicht nur, dass die Schauspieler – allen voran Brix Schaumburg als Mogli, Stefan Peters als Bär Balu, Ines Becher als Panther Baghira und Viktor Silvester Wendtner als Tigerkönig Shir Khan – in dem Musical auch als Sänger glänzten, auch die Musik von bedächtigen Liedern über fetzigen Rock’n‘Roll bis hin zum funkigen Finale passte.

Die Kostüme der einzelnen Tiere waren ebenfalls schön anzusehen, wobei das Outfit der Schlange Kaa mit dem vermeintlich meterlangen Schlangenkörper heraus stach. Diesen nutze sie dann auch, um Shir Khan sprichwörtlich zu umschlingen.

Shir Khan und Kaa

Shir Khan und Kaa Foto: Ralf Steinhorst

Ohne Freundschaft geht es im Leben nicht und so standen Baghira und Balu immer an der Seite Moglis, wobei Balu mit seiner patzig-fröhlichen Art nicht nur bei dem jungen Publikum gut ankam und die Lachmuskeln in Bewegung setzte. Geschickt spielte die Regie immer wieder mit dem Licht. Immer wieder, wenn Shir Khan auftrat, um nach Mogli Ausschau zu halten, um ihn zu töten, wurden die Bühne in blaue Farbtöne gehüllt, die die Gefühlskälte des Tigers hervorhoben.

Witzig war der Auftritt der beiden Geier, die mit dem Fluggeräusch eines Doppeldeckers gefühlt auf die Bühne einflogen, die Köpfe mit ledernen Fliegerhauben und Fliegerbrillen bestückt. Dass sie sich dann noch als Kummerexperten für den zweifelnden Mogli aufspielten, hatte ebenfalls etwas Ungewöhnliches.

Ausgerechnet das Dorfmädchen Narami löste das Gewirr um Freund- und Feindschaften auf. Sie tauchte mit dem Feuer als „Rote Blume“ auf und somit stand einem Happy End nichts mehr im Wege.

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