Vorhelmer stürmen „AZ“-Redaktion
„Ohne die Prinzengarde läuft gar nichts“

Ahlen -

„Klein-Köln“ helau: Frisch aus Düchtings Backstube kamen die närrisch verzierten Berliner, in die Prinz Kai I. und Prinzenmariechen Lena I. am Sonntagmittag beim Sturm auf die Redaktion der „Ahlener Zeitung“ beißen durften.

Sonntag, 11.02.2018, 21:02 Uhr

Den Rückhalt der Presse sicherten „AZ“-Redakteur Christian Wolff (3.v.l.) und Redaktionsleiter Peter Harke (r.) den Vorhelmer Prinzenpaaren Lena I., Till I., Lena I. und Kai I. (v.l.) zu.
Den Rückhalt der Presse sicherten „AZ“-Redakteur Christian Wolff (3.v.l.) und Redaktionsleiter Peter Harke (r.) den Vorhelmer Prinzenpaaren Hanna I., Till I., Lena I. und Kai I. (v.l.) zu.

Der Rathaussturm ging am Rosensonntag ohne die geballte Unterstützung aus dem Hellbachdorf über die Bühne. Dafür fiel der Sturm der Karnevalsgesellschaft „Klein-Köln“ auf die Redaktion der „Ahlener Zeitung“ umso üppiger aus: Präsidium, Elferrat, Senatoren, Prinzengarde, Hellbachhexen, Hellbachnixen, Hellbachfunken – kurzum: die geballten Kräfte des Vorhelmer Karnevals – übernahmen die Macht im Verlagshaus an der Ostenmauer.

Doch von einer Selbstverständlichkeit ihres Aufmarsches war die bunte Gesellschaft weit entfernt, schließlich hatte sie auf dem Weg in die Wersestadt mit einigen Widrigkeiten zu kämpfen: „Unser Bus hatte einen Platten und in Vorhelm herrschte Bodennebel“, erklärte Detlef Kahl das verspätete Eintreffen bei der Heimatzeitung. „Aber wir mussten einfach zu Euch kommen“, gab er ehrlich zu. „Es ist immer ein großer Spaß, auf den wir uns alle riesig freuen.“

Und so zogen das Prinzenpaar Kai I. (Vogt) und Lena I. (Zumholte) gemeinsam mit dem Kinderprinzenpaar Till I. (Schnückel) und Hanna I. (Wiethaup) feierlich in die „AZ“-Redaktion ein, die sich widerstandslos ergab.

„Eigentlich hätten wir heute ein närrisches Jubiläum feiern können“, erinnerte „AZ“-Redaktionsleiter Peter Harke . „Es wäre nämlich der elfte Redaktionssturm, seit wir im Jahr 2008 diese schöne Tradition begründet haben.“ Doch aufgrund höherer Gewalt habe das Ereignis im Vorjahr ausfallen müssen. Eine „Ausladung“, betonte der Lokalchef, sei das nicht gewesen. Dafür lief es beim „runden zehnten Geburtstag“ umso ausgelassener. Auch „Vorhelm-Korrespondent“ Christian Wolff, „Narrensekretär“ Ralf Steinhorst und sein Kollege Martin Feldhaus für die Beköstigung des fröhlichen Trosses.

Peter Harke brachte in seinen Begrüßungsworten aber auch sein Bedauern über die jüngsten Unstimmigkeiten mit dem Bürgerausschuss zur Förderung des Ahlener Karnevals (BAS) zum Ausdruck. „Viele Vereine, auch im Karneval, haben heutzutage Nachwuchssorgen und tun sich schwer, ihre Säle und Festplätze vollzubekommen, legen ihre Veranstaltungen darum zusammen oder fusionieren sogar.“ Daher sei Zusammenarbeit das Gebot der Stunde statt sich gegenseitig das Leben schwerzumachen. „Darum fand ich es gut, dass Stadtprinz Andy I. den vom BAS gegen Euch ausgesprochenen Bann durchbrochen hat“, so der Redaktionsleiter. Erste Signale der Aussöhnung seien also ausgesendet und würden „auch beim BAS hoffentlich empfangen“. Vorbildlich dafür nannte Harke die Tatsache, dass Nord- und Südkorea bei der Eröffnungsgeier der Olympischen Winterspiele unter einer Flagge einmarschiert sind. „Was bei denen geht, muss doch auch zwischen Ahlen und Vorhelm möglich sein.“ Und nicht zuletzt stehe das Ahlener Sessionsmotto „Flower Power“ auch für „Love and Peace“. Insofern habe KG-Präsident Helmut Krainski, der beim Redaktionssturm krankheitsbedingt fehlte, mit seiner Weisung richtig gelegen, die er für die Prinzengarde herausgegeben hat: „Ein bisschen Frieden“.

Redaktionssturm der Vorhelmer Narren

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  • Redaktionssturm der KG „Klein-Köln“ 2018. Foto: Christian Wolff
  • Redaktionssturm der KG „Klein-Köln“ 2018. Foto: Peter Harke
  • Redaktionssturm der KG „Klein-Köln“ 2018. Foto: Christian Wolff
  • Redaktionssturm der KG „Klein-Köln“ 2018. Foto: Peter Harke
  • Redaktionssturm der KG „Klein-Köln“ 2018. Foto: Peter Harke
  • Redaktionssturm der KG „Klein-Köln“ 2018. Foto: Martin Feldhaus
  • Redaktionssturm der KG „Klein-Köln“ 2018. Foto: Martin Feldhaus
  • Redaktionssturm der KG „Klein-Köln“ 2018. Foto: Martin Feldhaus
  • Redaktionssturm der KG „Klein-Köln“ 2018. Foto: Christian Wolff
  • Redaktionssturm der KG „Klein-Köln“ 2018. Foto: Martin Feldhaus
  • Redaktionssturm der KG „Klein-Köln“ 2018. Foto: Christian Wolff
  • Redaktionssturm der KG „Klein-Köln“ 2018. Foto: Martin Feldhaus
  • Redaktionssturm der KG „Klein-Köln“ 2018. Foto: Christian Wolff
  • Redaktionssturm der KG „Klein-Köln“ 2018. Foto: Christian Wolff
  • Redaktionssturm der KG „Klein-Köln“ 2018. Foto: Christian Wolff
  • Redaktionssturm der KG „Klein-Köln“ 2018. Foto: Martin Feldhaus
  • Redaktionssturm der KG „Klein-Köln“ 2018. Foto: Ralf Steinhorst
  • Redaktionssturm der KG „Klein-Köln“ 2018. Foto: Martin Feldhaus
  • Redaktionssturm der KG „Klein-Köln“ 2018. Foto: Christian Wolff
  • Redaktionssturm der KG „Klein-Köln“ 2018. Foto: Peter Harke
  • Redaktionssturm der KG „Klein-Köln“ 2018. Foto: Peter Harke
  • Redaktionssturm der KG „Klein-Köln“ 2018. Foto: Peter Harke
  • Redaktionssturm der KG „Klein-Köln“ 2018. Foto: Peter Harke
  • Redaktionssturm der KG „Klein-Köln“ 2018. Foto: Christian Wolff
  • Redaktionssturm der KG „Klein-Köln“ 2018. Foto: Christian Wolff
  • Redaktionssturm der KG „Klein-Köln“ 2018. Foto: Martin Feldhaus
  • Redaktionssturm der KG „Klein-Köln“ 2018. Foto: Christian Wolff
  • Redaktionssturm der KG „Klein-Köln“ 2018. Foto: Christian Wolff
  • Redaktionssturm der KG „Klein-Köln“ 2018. Foto: Christian Wolff
  • Redaktionssturm der KG „Klein-Köln“ 2018. Foto: Christian Wolff
  • Redaktionssturm der KG „Klein-Köln“ 2018. Foto: Christian Wolff

Apropos Garde: Die sei im Zuge der Streitigkeiten mit dem BAS viel zu oft zu Unrecht in die Kritik geraten, meinte der scheidende Sitzungspräsident Detlef Kahl. „Ich weiß, die Jungs sind noch jung und manchmal unbedarft. Aber das waren wir doch alle mal“, brach er eine Lanze für die rot-weiße Truppe. „In meiner Zeit als Sitzungspräsident war auf sie immer Verlass. Ohne die Garde läuft nichts bei uns im Verein“, so Kahl. „Jungs, bleibt so, wie ihr seid.“ Jubelstürme folgten dieser deutlichen Solidaritätsbekundung. „Hätte Helmut das genauso gesagt?“, fragte Marvin Brüggemann in die Runde – und erntete ein gemeinschaftliches „Vielleicht“.

Und wer tritt die Nachfolge des Sitzungspräsidenten an? „Womöglich“, mutmaßte Peter Harke in Richtung Detlef Kahl, „ergeht es dir noch so wie Jupp Heynckes . . . Schau‘n mer mal.“

Hätte Helmut das genauso gesagt?

Marvin Brüggemann
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