Karnevalisten nahmen gemeinsam Abschied
Bacchus ging in Flammen auf

Ahlen -

Am Vorabend des Aschermittwoch ließen die Ahlener Karnevalisten ihre Symbolfigur Bacchus in Flammen aufgehen. Damit endet die „Fünfte Jahreszeit“.

Mittwoch, 14.02.2018, 15:02 Uhr

Die Ahlener Tollitäten – Stadtprinz Andy I. (Lerley) und das Kinderprinzenpaar Silas I. (Albrecht) und Finja I. (Schicke) – konnten zum Sessionsende mit der Bacchusbeerdigung trotz aller Traurigkeit schon wieder etwas lächeln.
Die Ahlener Tollitäten – Stadtprinz Andy I. (Lerley) und das Kinderprinzenpaar Silas I. (Albrecht) und Finja I. (Schicke) – konnten zum Sessionsende mit der Bacchusbeerdigung trotz aller Traurigkeit schon wieder etwas lächeln. Foto: Ralf Steinhorst

Nach den „Tollen Tagen“ kehrte bei den Karnevalisten am Dienstagabend tiefe Traurigkeit ein. Sie betrauerten im „Hof Münsterland“ den Tod ihrer Symbolfigur Bacchus, Gott des Weines und des Rausches. Mit seiner Beerdigung ging gleichzeitig die „Fünfte Jahreszeit“ zu Ende.

Nur schwerlich ließ sich die eine oder andere Träne in den Gesichtern der Karnevalisten unterdrücken, aber der BAS-Vorsitzende Christian Weirowski gab mit seiner Rückschau ein wenig Trost: „Vielen Dank an euch alle, es war eine tolle Session.“ Dazu zählte er den Rosenmontagszug genauso wie die zahlreichen stimmungsvollen Saalveranstaltungen. Ein letztes Mal ließ er dann alle Karnevalsvereine mit einem dreifachen „Helau“ hochleben.

Mit versteinerten Gesichtern wechselten sich dann Vertreter aller Karnevalsgesellschaften bei der Totenwache am offenen Sarg des Bacchus ab. Besonders die „Witwe“ (Michael Peters) musste vor großer Trauer gestützt werden, ein Stuhl brachte dann Abhilfe. „Der Typ ist ja gar nicht tot“, stellte wenig später der „Pater“ (Karl-Heinz „ Carlo “ Wilk) in seiner Totenrede fest. Er könne eindeutig die Gedanken des Bacchus empfangen, die er in seiner Rückschau den trauernden Karnevalisten mitteilte.

Totenwache am Bacchus-Sarg.

Totenwache am Bacchus-Sarg. Foto: Ralf Steinhorst

Darunter war die Begebenheit, dass eine Närrin der „Dancing Mamis“ der „Schwarz-Gelben Funken“ beim Rosenmontagszug auf der Dixi-Bordtoilette des Wagens einen ihrer Handschuhe versenkt hatte. Dadurch kam im Saal ein kurzer Moment dankbarer Heiterkeit auf.

Auch habe Bacchus für richtig gutes Wetter zu Rosenmontag gesorgt, trotz tagelanger schlechter Vorhersagen durch das Radio. Der verstorbene Trunkenbold bedauerte aber, die erste schwangere Giraffe im Umzug verpasst zu haben – gemeint war ACC-Präsident Rolf Grinsch, der in einem der Kostüme der Hippie-Giraffen steckte. Auch an dieser Stelle wich die Trauer aus den Gesichtern der Karnevalisten.

Der Idee, anstatt des Bacchus die Witwe und den Pater zu verbrennen, um länger etwas vom Bacchus zu haben, wollten die Trauergäste allerdings nicht folgen. So ging zum Ende der Bacchus in Flammen auf.

„Pater Carlo“ machte Hoffnung: „Wir können sicher sein, der Bacchus kommt wieder – niemals geht er so ganz.“ Das wird dann am „Elften im Elften“ sein, wenn mit einem dreifachen „Helau“ unter Führung des Ahlener Carnevals-Clubs (ACC) die neue Session eingeläutet wird.

Der Typ ist ja gar nicht tot.

Karl-Heinz „Carlo“ Wilk
Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5524135?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F126%2F
ZDF verlangt Aufklärung über Vorfall bei Merkel-Besuch in Dresden
TV-Team aufgehalten: ZDF verlangt Aufklärung über Vorfall bei Merkel-Besuch in Dresden
Nachrichten-Ticker