St.-Franziskus-Hospital
Hände – aus allen Perspektiven

Ahlen -

Ein Krankenhausbesuch ist nicht zwangsläufig unangenehm. Vor allem nicht, wenn das Krankenhaus auch ein Ort der Kultur, der Kreativität und der Kommunikation ist. So wie das St.-Franziskus-Hospital mit seiner neuen Veranstaltungsreihe.

Mittwoch, 21.02.2018, 19:02 Uhr

Sie machen das St.-Franziskus-Hospital  zu einem Kultur-Ort: Anne-Kathrin Hoffmann-Quittek (Pressestelle), Dr. Frank Klammer, Winfried Mertens und Dagmar Schmidt.
Sie machen das St.-Franziskus-Hospital  zu einem Kultur-Ort: Anne-Kathrin Hoffmann-Quittek (Pressestelle), Dr. Frank Klammer, Winfried Mertens und Dagmar Schmidt. Foto: Sabine Tegeler

Sie sind wohl das wichtigste dem Menschen angeborene Werkzeug: die Hände. Denen widmet das St.-Franziskus-Hospital in diesem Jahr eine ganze Veranstaltungsreihe und zwar nicht nur medizinisch, sondern auch kulturell.

Dr. Frank Klammer wird geradezu leidenschaftlich, wenn er über die Aktionen spricht, zu deren Auftakt bereits am Donnerstag, 8. März, geladen wird. Der Facharzt für Chirurgie ist Ideengeber und sichtbar angetan davon, das Krankenhaus auf diese Weise mal in ein anderes Licht zu rücken – ins kulturelle, kreative und kommunikative nämlich.

Gemeinsam mit Verwaltungsdirektor Winfried Mertens und Dagmar Schmidt vom Kunstmuseum stellt Klammer am Mittwoch das vor, was auch die gesunden Ahlener zur Robert-Koch-Straße locken wird: Ausstellungen, Konzert und Vorträge – alles unter dem Oberbegriff „Heilende Hände“.

Start ist am 8. März um Uhr mit einer Fotoausstellung mit dem Titel „Zauberhafte Hände“. Die hat der finnische Fotograf Paavo Blåfield in Szene gesetzt und dafür die Hände jener Krankenhausmitarbeiter als Motiv gewählt, die dem „normalen“ Patienten und Besucher kaum begegnen: „Es sind die Leute, die hier in den stillen Räumen arbeiten. Mitarbeiter, die sonst nicht so wertschätzend wahrgenommen werden“, sagt Dr. Frank Klammer. Und ohne die ein Krankenhaus gar nicht funktionieren würde. Die Kräfte in der Küche beispielsweise. Oder die Helfer vom Hol- und Bringdienst. Und nicht zu vergessen die Damen, die in ihren Büros für die Dokumentation zuständig sind. Auf 38 großformatigen Fotoleinwänden zeigen sie ihre Hände. Und ihre Gesichter.

Bevor die Besucher sich aber in die Bilder vertiefen, werden sie durch ein Konzert eingestimmt, das ohne Hände unmöglich wäre: Schüler der Musikschule beweisen ihr hohes Niveau und stellen Teile des Wettbewerbsprogramms von „Jugend musiziert“ vor. Im zweiten Teil setzt sich Musikschulleiter Holger Blüder selbst an den Flügel und präsentiert Ausschnitte aus seinem neuen Klavierprogramm.

Das Konzert findet in der Cafeteria statt. „Da ist der Platz limitiert“, lädt Winfried Mertens ein, sich die Eintrittskarten für drei Euro im Vorfeld am Empfang im St.-Franziskus-Hospital zu besorgen: „Der gesamte Erlös geht an die Aktion Benjamin“, verweist der Verwaltungsdirektor auch noch auf den Benefizcharakter der ganzen Veranstaltung.

Für ein weiteres kulturelles Highlight hat Dr. Frank Klammer seine Fühler in Richtung Kunstmuseum ausgestreckt und auch dort begeisterte Unterstützung erfahren – von Dagmar Schmidt. „Wir haben ein Projekt mit den Kunstklassen und Kunstkursen der Fritz-Winter-Gesamtschule ins Leben gerufen“, freut sich die kunstpädagogische Mitarbeiterin des Museums schon auf viele Werke, die sich mit dem Thema „Hände in der Bildenden Kunst“ beschäftigen. Vom 6. Juli bis in den September stellt das St.-Franziskus-Hospital die Bilder aus. Zudem hält Dagmar Schmidt am 8. November einen Vortrag unter dem gleichen Thema.

Der medizinische Part bleibt in dieser Veranstaltungsreihe natürlich nicht außen vor. „Wir wollen auch medizinische Kreativität zeigen“, kündigt Dr. Klammer vier Vorträge an, die sich den Händen aus unterschiedlichen Richtungen nähern: Einmal dreht es sich um die Handchirurgie, die ein Schwerpunkt des neuen Chefarztes der Orthopädie und Unfallchirurgie Dr. Thomas Krohn ist. Ein zweiter Vortrag beschäftigt sich mit den „Handgriffen“ in Gynäkologie und Geburtshilfe, ein dritter steht unter dem Motto „Hände und Hygiene“. Vortrag Nummer vier schließlich schaut auf die „Hände in der Chirurgie“ und halte, so Dr. Klammer, so manche Anekdote bereit.

Der Arzt ist sicher, dass sich das St.-Franziskus-Hospital mit diesem „großen Blick über den Tellerrand“ als ein Forum präsentiert, in dem Menschen zusammenkommen und sich austauschen können. Ein Forum, das zeigt, dass ein Krankenhausbesuch nicht zwangsläufig unangenehm ist.

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