Höhere Netzentgelte
Stromtarif steigt ab 1. Mai

Ahlen -

Die Ahlener Stadtwerke erhöhen am 1. Mai die Strompreise. Eine Durchschnittsfamilie zahlt für einen Jahresverbrauch von 3000 kWh im Grundversorgungstarif 2,77 Euro im Monat mehr. Sonderabkommen erhöhen sich um 1,58 € im Monat.

Mittwoch, 14.03.2018, 12:03 Uhr

Wird ab Mai teurer: Strom.
Wird ab Mai teurer: Strom. Foto: dpa

Hauptgründe hierfür sind deutlich höhere Netzentgelte, insbesondere die mit der Energiewende in Deutschland verbundenen Kosten im Rahmen des Netzausbaus sowie der leichte Anstieg bei der kurzfristigen Beschaffung durch gestiegene Börsenpreise, wie der Versorger erklärt.

Analog zu den Steigerungen im Privatkundensegment steigen auch die Strompreise für Gewerbekunden.

Positiv, so heißt es, können die Strompreise noch bis Ende April, stabil gehalten werden, obwohl die Netzentgelte schon mit Wirkung zum 1. Januar deutlich gestiegen seien.

Die Stadtwerke Ahlen werden in den kommenden Tagen alle betroffenen Kunden in einem gesonderten Anschreiben über die Preiserhöhung in ihrem Stromtarif informieren. Zudem empfiehlt der Energiedienstleister seinen Kunden, vom Beratungsangebot Gebrauch zu machen und sich im Kundencenter Alternativen aufzeigen zu lassen.

Weiterhin teilt das Unternehmen mit, dass die Produktpalette ab dem 1. Mai um den Tarif „MeinAhlenStrom.LOKAL“ (Energie aus lokalen Windkraftanlagen - 100 Prozent atomstromfrei) erweitert wird.

So setzt sich der Preis zusammen

Der Strompreis, den die Haushalte heute zahlen, setzt sich aus drei wesentlichen Bestandteilen zusammen. Den weitaus größten Anteil machen mit rund 55 Prozent die staatlichen Belastungen in Form von Steuern, Abgaben und Umlagen aus. Dies sind Mehrwertsteuer, Stromsteuer, Konzessionsabgabe sowie Umlagen nach dem Kraft-Wärme-Kopplungs(KWK)- und Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), der Offshore-Haftungsumlage, der §19 Strom-Netzentgeltverordnung (NEV)-Umlage zur Entlastung energieintensiver Betriebe und der Abschaltbare-Lasten-Umlage.

Fast 25 Prozent des Strompreises sind Netzentgelte, deren Höhe von der Bundesnetzagentur reguliert ist. Diese Preisbestandteile in einer Größenordnung von über 80 Prozent leiten Energieversorgungsunternehmen wie die Stadtwerke Ahlen nur weiter, ohne selbst davon zu profitieren, wie es weiter heißt. Lediglich auf die verbleibenden rund 20 Prozent des Strompreises können die Versorger Einfluss nehmen – im Wesentlichen geben sie ihre eigenen Kosten für die Beschaffung des Stroms weiter.

Zu einem geringen Teil enthält der Strompreis schließlich die Kosten für Kunden- und Abrechnungsservices. Der Anteil der Steuern und Abgaben am Strompreis hat sich im Zeitraum von 1998 bis 2018 fast vervierfacht, während der Anteil für Erzeugung, Transport und Vertrieb im gleichen Zeitraum in etwa gleich geblieben ist (Quelle: Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft/BDEW, 2018).

Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5590357?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F126%2F
Verwaltung sieht keinen Grund für Baustopp
Bauarbeiten für das Hafencenter am Hansaring 
Nachrichten-Ticker