Vortragsabend der Jungen Jäger
Starke Zunahme bei invasiven Arten

Ahlen / Sendenhorst -

Mit so viel Zuspruch hat Justina Fischer nicht gerechnet: Die Sprecherin der Jungen Jäger im Kreis Warendorf, selbst im Hegering Ahlen aktiv, begrüßte am Donnerstagabend rund 90 Interessierte zu einer praxisorientierten Vortragsveranstaltung im Gasthaus „Waldmutter“.

Dienstag, 20.03.2018, 11:03 Uhr

Gemeinsam mit den Obleuten bedankte sich Justina Fischer (vorne l.) als Sprecherin der Jungen Jäger bei den Referenten des Vortragsabends im Saal des Hotel-Restaurants „Waldmutter“.
Gemeinsam mit den Obleuten bedankte sich Justina Fischer (vorne l.) als Sprecherin der Jungen Jäger bei den Referenten des Vortragsabends im Saal des Hotel-Restaurants „Waldmutter“. Foto: Hegering

Es mussten sogar noch zusätzliche Stühle herangeholt werden. Rund zwei Drittel der Teilnehmer im Saal waren Jungjäger. „Wir hatten den Termin aber bewusst für alle offengehalten“, so Fischer im „AZ“-Gespräch. Thematisch ging es um die richtige Bejagung von invasiven Arten wie Waschbär, Nutria und Bisam. „Das sind allesamt Tiere, die von Natur aus nicht in Deutschland vorkommen, sondern erst durch den Einfluss des Menschen zu uns gekommen sind“, erläuterte die Sprecherin.

Fachkundige Unterstützung bekam Justina Fischer durch die Seminarleiter Gabi Mackenberg (Kreisjägerschaft) und Gregor Klar (Landesjagdverband). Verschiedene Fallenarten, deren Materialien und die möglichen Lockmittel wurden durch Mackenberg erörtert. Auch, zu welchen Zeiten beispielsweise der Waschbär unterwegs ist. „Wir haben in unserem Umfeld im Kreis Warendorf einen starken Anstieg der invasiven Arten zu verzeichnen“, hielt die Referentin fest. „Jäger können hier einen Beitrag zur Artenvielfalt leisten.“ In einem zweiten Teil beschrieb sie den Umgang mit dem Nutria. Den rechtlichen Teil übernahm Klar.

Den Vorschlag, die Waschbärbejagung einmal im Detail vorzustellen, hatte bei einer Umfrage vor einiger Zeit Doris Hinse aus dem Ostenfelder Hegering gemacht. Helmut Cremann, dessen Vorsitzender, bedankte sich bei seiner Jungjägerin und überreichte stellvertretend für den abwesenden Obmann ein Präsent. Dirk Clissa von der Unteren Jagdbehörde war ebenso anwesend.

Kurz vor der Jagdzeit im Oktober soll es möglicherweise einen weiteren Vortragsabend geben, hieß es. Details werden noch geplant und bei Umsetzung rechtzeitig bekanntgegeben. In einem kurzen Ausblick wies Justina Fischer auf das Biwak am 9. Juni und den Schießnachmittag am 22. September hin.

„Darüber hinaus gibt es mit mehreren Partnern ein gemeinsames Projekt zum Schutz des Kiebitzes. Weil die Anfrage so groß war, haben wir dazu zwei neue Termine ins Leben gerufen“, so die Jägerin. „Der Naturschutz hat bei uns einen hohen Stellenwert.“

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