Parkhaus-Spindel wird entschärft
Reifenquietscher statt Lackkratzer

Ahlen -

Die Entschärfung der Parkhaus-Spindel im künftigen Kerkmann-Karree läuft. Der ehemalige „Marktkauf“-Standort soll ab Oktober mit neuen Mietern wieder Einkaufsmagnet sein. Ihre Namen gibt‘s schon im Mai.

Donnerstag, 22.03.2018, 05:03 Uhr

Markus Scheler deutet mit der Kelle an, wie sich die Schräge zum Boden fortsetzt. Oben wurden die Kanten abgeschliffen, unten wird im Winkel aufgemörtelt. Vorbeiratschen mit der Fahrerseite sollte dann nicht mehr möglich sein.
Markus Scheler deutet mit der Kelle an, wie sich die Schräge zum Boden fortsetzt. Oben wurden die Kanten abgeschliffen, unten wird im Winkel aufgemörtelt. Vorbeiratschen mit der Fahrerseite sollte dann nicht mehr möglich sein. Foto: Ulrich Gösmann

50 Zentimeter haben – oder nicht haben. Die Parkspindel im künftigen Kerkmann-Karree hat sie an neuer Breite, sobald sie entschärft ist. Mit dem Autolack an blankem Beton vorbeiratschen – das ist nicht mehr, wenn Markus Scheler und seine Kollegen von der Grevener „W & O Gussasphalt“ mit ihrem Auftrag durch sind. Reifenquietscher könnten künftig zu hören sein, sollte es nicht ganz sauber durch die Runde gehen. Aber lieber das als Kratzer. Frei nach der Devise: lieber Gummi gegen Metall als Lack gegen Beton.

Vorher – nachher: Die ersten Rundmeter rauf zu Parkdeck eins zeigen noch den Ist-Zustand, der weitere Streckenverlauf bis auf Deck zwei ist in dieser Woche Baustelle und deutet erste Veränderungen an. Betonsanierer Scheler erklärt sein Drei-Schichten-Prinzip: Kunststoffharz auf die Fahrbahn, Polymerbitumen-Schweißbahnen drüber, Gussasphalt drauf – und fertig. Mit dem neuen Belag entsteht Neigung. Das Fahrzeug wird durch die Spur gelenkt.

Schmale Metallbleche schaffen einen halben Meter Platz in der Breite.

Schmale Metallbleche schaffen einen halben Meter Platz in der Breite. Foto: Ulrich Gösmann

An den Rändern ist mehr zu machen. Die breiten Betonaußenborde, die gerne den Vorderreifen ruckartig abblitzen ließen, sind abgeflacht. Darauf sitzen jetzt fest verdübelt schmale Dreieckbleche. Platzgewinn: 50 Zentimeter, wie der Zollstock verrät. „Die Reifen sind geschützt“, sagt Scheler. Sollte der Wagen zu weit nach außen kommen, könnte es vielleicht noch etwas quietschen, weil Gummi auf Metall treffe. Mehr aber nicht.

An der mittleren Betonborde, an der sich zu „Marktkauf“-Zeiten so mancher Lack rieb, hat der Schleifer angesetzt, um Kanten anzuschrägen. Daneben wird aufgemörtelt, um die Schräge bis auf den Boden fortzusetzen. Danach dürfte es für ungewollte Betonberührungen schwierig werden.

Abgeschrägte Kanten schaffen Entschärfung.

Abgeschrägte Kanten schaffen Entschärfung. Foto: Ulrich Gösmann

Mehr Platzbreite auch in den Parkbuchten beider Decks. Die Markierungen sind unlängst verschwunden (wir berichteten). Eine neue Anordnung eröffnet 30 Zentimeter zusätzliche Breite pro Stellplatz auf dann 2,80 Meter und einfacheres Ein- und Ausparken. Mühseliges Rückwärts-raus-Rangieren entfällt. Die Zahl der Parkplätze reduziert sich zwar auf 280. Dafür entstehen auf dem gegenüberliegenden Hundhausen-Areal aber viele neue. Sei es ebenerdig oder auf einem Parkdeck innerhalb des dann kernsanierten Gebäudekomplexes.

Wir werden Anfang oder Mitte Mai die Mieter nennen.

Hans-Georg Bruns

Unterdessen meldet der von Investor Anton Neuhaus beauftragte Projektentwickler Hans-Georg Bruns Vollvermietung: „Wir werden Anfang oder Mitte Mai die Mieter nennen“, sagt der Immobilienvermittler im Redaktionsgespräch – und schickt vorweg: „Wir haben ein sehr gutes Konzept für den Ahlener Markt.“ Im Karree sollen sich die Ladentüren im Oktober öffnen, bei Hundhausen ein Jahr später. Dort sollen aber schon in diesem Herbst die ebenerdigen Stellplätze nutzbar sein. Fürs dann „fast neue“ Karree-Parkhaus kündigt Bruns moderne LED-Beleuchtung und hellere Farben an, um Scheu zu nehmen. Darüber hinaus soll es separate Ladestationen für Elektroautos geben.

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