Auszeichnung als Fairtrade-Stadt
Dank für Unterstützer

Ahlen -

Am 16. Januar wurden die Anstrengungen vieler Gruppen belohnt: Ahlen bekam die Auszeichnung Fairtrade-Stadt verliehen. Die Steuerungsgruppe hatte für Mittwochabend in den Weltladen eingeladen, um sich bei allen Unterstützern zu bedanken.

Samstag, 21.04.2018, 22:04 Uhr

Die Auszeichnung Fairtrade-Stadt ist geschafft. Die Unterstützer des Projekts wollen aber auch, dass die Zertifizierung in zwei Jahren verlängert wird.
Die Auszeichnung Fairtrade-Stadt ist geschafft. Die Unterstützer des Projekts wollen aber auch, dass die Zertifizierung in zwei Jahren verlängert wird. Foto: Ralf Steinhorst

In der Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt sind sechs Vertreter verschiedener Ahlener Gruppierungen oder Unternehmen vertreten. Ihnen wird jetzt die Aufgabe zukommen, die kommende Zertifizierung in zwei Jahren vorzubereiten. Denn jede Fairtrade-Stadt bekommt ihr Zertifikat nur für zwei Jahre verliehen.

Die Re-Zertifizierung sei allerdings mit erhöhtem Aufwand versehen, wusste Burkhardt Engelke, Sprecher der Steuerungsgruppe: „Wir müssen jetzt auch politische Entwicklungsarbeit durchführen.“ In der Praxis bedeute das, die Öffentlichkeitsarbeit zu verstärken und auch breitere Zielgruppen zu erreichen. „Wir wollen jetzt auch Kitas und Schulen ansprechen“, hatte Burkhardt Engelke schon zwei Zielgruppen im Blick. Denn auch sie können das Fairtrade-Label erhalten.

In seiner Dankesrede wies Burkhardt Engelke darauf hin, dass Ahlen zu insgesamt 500 deutschen Städten gehört, die sich „Fairtrade-Town“ nennen dürfen. Er dankte den Unterstützern, dass sie nicht nur dem Fairtrade-Gedanken verbunden sind, sondern durch ihre Hilfe die Auszeichnung erst möglich gemacht hatten.

Engelke mahnte allerdings auch an, dass der Fairtrade-Gedanke in Ahlen erst in wenigen Bereichen präsent ist. Eine Ausstellung im November und Dezember zum Thema Konsumwandel, Vorträge, Führungen und andere Aktivitäten sollen diese Situation verbessern. Auch in den fairen Wochen vom 14. bis 28. September soll die Gelegenheit genutzt werden. Zur Fußball-WM im Sommer sollen zudem fair hergestellte Fußbälle im Weltladen erhältlich sein.

Der Sprecher der Steuerungsgruppe bedauerte, dass die Weltladenbewegung trotz großer Umsatzsteigerungen bisher nicht aus einem Nischendasein herausgekommen sei. Das aber reiche nicht, um grundlegende Probleme im Nord-Süd-Gefälle zu ändern. Deshalb müsse mehr auf die ethisch wertvollen Produkte und auf die Situationen aufmerksam gemacht werden und dafür brauche es die große Unterstützung vieler Menschen und Institutionen.

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