Volksbank-Bilanz 2017
Mitglieder erhalten vier Prozent Dividende

Ahlen -

Eine Gutschrift auf ihrem Konto werden in den nächsten Tagen die rund 48 000 Mitglieder der Volksbank eG registrieren. Die Vertreterversammlung in der Stadthalle Ahlen folgte am Dienstagabend einstimmig dem Vorschlag des Vorstandes, eine Dividende in Höhe von vier Prozent auf die Geschäftsguthaben auszuschütten.

Donnerstag, 17.05.2018, 14:05 Uhr

Zufriedene Gesichter beim Aufsichtsratsvorsitzenden Dirk Holterdorf, den Vorstandsmitgliedern Rolf Weishaupt, Martin Weber und Thomas Schmidt, dem stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden Christian Budt sowie Wirtschaftsprüfer Ludwig Lippes vom Genossenschaftsverband (v.l.).
Zufriedene Gesichter beim Aufsichtsratsvorsitzenden Dirk Holterdorf, den Vorstandsmitgliedern Rolf Weishaupt, Martin Weber und Thomas Schmidt, dem stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden Christian Budt sowie Wirtschaftsprüfer Ludwig Lippes vom Genossenschaftsverband (v.l.). Foto: Peter Harke

Dieser Teil der Verwendung des Jahreser­gebnisses macht in der Summe 781 000 Euro aus. Insgesamt 2,6 Millionen Eu­ro werden den Rücklagen zugeführt, wodurch das Ei­genkapital der Bank weiter gestärkt wird. Es belief sich zum 31. Dezember 2017 auf 122,2 Millionen Euro.

Die Gewinnsteigerung von 2,8 Millionen Euro in 2016 auf 3,4 Millionen in 2017 wertete Vorstandsvorsitzender Rolf Weishaupt als Beleg dafür, dass es „trotz widriger Marktbedingungen“ gelungen sei, die Bank in „ruhigem Fahrwasser“ und auf Wachstumskurs zu halten. „Wir haben es geschafft“, so Weishaupt in seinem Bericht, „die Planzahlen nicht nur zu erreichen, sondern an einigen Stellen sogar zu übertreffen.“

Das Festhalten der EZB an der Nullzinspolitik ist fatal.

Rolf Weishaupt

Mit einem deutlichen Plus im Kreditgeschäft habe der Bestand auf 1,062 Milliarden Euro ausgebaut werden können, führte Weishaupt aus. Ein Zuwachs von 5,5 Prozent. Auch das Einlagengeschäft wuchs um 6,6 Prozent auf 1,075 Milliarden Euro, was jedoch wegen des „fatalen“ Festhaltens der Europäischen Zentralbank an der „Nullzinspolitik“ fast ausschließlich auf kurzfristige Einlagen zurückzuführen sei.

Das Minus beim Zinser­überschuss betrug knapp 500 000 Euro und ist damit geringer ausgefallen als erwartet. Durch das gute Kreditwachstum und höhere Beteiligungserträge konnte dem Geschäftsbericht zufolge der Rückgang teilweise kompensiert werden.

Als sehr erfreulich bezeichnete der Vorstandssprecher den Ausbau des Verbundgeschäfts mit den genossenschaftlichen Partnern wie der R+V-Versicherung, Union Investment oder der Bausparkasse Schwäbisch Hall. So konnte das Provisionsergebnis von 13 auf 15,4 Millionen Euro gesteigert werden. Auf der Kostenseite wurden Personal- und Verwaltungsaufwand um jeweils 1,3 Prozent gesenkt. Daraus ergebe sich die deutliche Steigerung des Betriebsergebnisses vor Bewertung von 9,7 auf 13,6 Millionen Euro.

Alles in allem „schmeckten“ den Vertretern die Zahlen so gut wie das geschmorte Ochsenbäckchen oder der frische Spargel, womit sie sich vor Eintritt in die Tagesordnung gestärkt hatten. Einstimmig wurde Vorstand und Aufsichtsrat Entlastung für das Geschäftsjahr 2017 erteilt. Auch der Genossenschaftsverband hatte die „Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung“ ohne jede Beanstandung testiert.

Beschlossen wurde außerdem noch die Auszahlung einer Spende in Höhe von 72 184,50 Euro an die bankeigene VIA-Stiftung.

Nach einer kurzen Verschnaufpause hörten die Vertreter zum Abschluss noch einen spannenden Vortrag zum Thema „Changemanagement“. Über den „Wandel im Profifußball am Beispiel des FC Schalke 04“ sprach Alexander Jobst, Mitglied des Vorstandes beim Revierclub.

Wahlen zum Aufsichtsrat

Bei den turnusgemäßen Wahlen zum neunköpfigen Aufsichtsrat der Volksbank eG wurden von der Vertreterversammlung sechs Mitglieder einstimmig für weitere drei Jahre im Amt bestätigt: der Vorsitzende Dirk Holterdorf, sein Stellvertreter Christian Budt sowie Karsten Mensing, Udo Plenge, Robert Schröder und Rudolf Senger. Robert Holtkamp, Armin Schaaf und Matthias Spengler scheiden aus dem Gremium aus. Ihre Plätze nehmen im Zuge der Fusion mit der Volksbank im Ostmünsterland eG gemäß Verschmelzungsvertrag drei Mitglieder des Aufsichtsrates der übertragenden Genossenschaft aus Harsewinkel ein: Stephanie Claas, Dietmar Gerbaulet und Bertram Hagenkötter. Auch ihre Wahl erfolgte einstimmig.

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