Saunadorf im Parkbad expandiert
Mehr Platz beim Schwitzen

Ahlen -

Eine viertel Million Euro investiert die Bädergesellschaft Ahlen in die Erweiterung ihres Saunadorfs am Parkbad. Folge konstant steigender Besucherzahlen.

Samstag, 09.06.2018, 19:00 Uhr

Hier soll das neue Blockhaus stehen, wie Thomas Schliewe zeigt. Es ist doppelt so groß wie die bisherige Aufguss-Sauna.
Hier soll das neue Blockhaus stehen, wie Thomas Schliewe zeigt. Es ist doppelt so groß wie die bisherige Aufguss-Sauna. Foto: Ulrich Gösmann

Die Pflöcke, die im Boden sitzen und das Baufeld markieren, sind so frisch wie die aktuellen Animationen auf dem Rechner von Betriebsleiter Thomas Schliewe. Die Bädergesellschaft reagiert jetzt auf stetig steigende Besucherzahlen im Saunadorf des Parkbads – und auf Kundenwünsche. Ganz oben gelistet: eine neue, größere Aufguss-Sauna, die bereits im Herbst auf Temperatur kommen soll. Kostenpunkt: eine viertel Million Euro.

Schwitzen muss auch an drückend-schwülen Tagen nicht zur Qual werden. Ob Polarminze, Fruchtcocktail oder Salzabrieb: Gesundheitsapostel zelebrieren den konzentrierten Schweißfluss in der natürlichen Saunalandschaft des „Berliner Parks“ im Stundentakt. Doch dort, wo glühende Lavasteine Kelle für Kelle Aroma entfalten und letzte Poren öffnen, wird‘s langsam eng. Thomas Schliewe erinnert an die Kundenbefragung aus dem Herbst 2017. Da habe eine größere Aufguss-Sauna ganz oben auf der Wunschliste gestanden. Jetzt geht‘s ran ans Werk.

Probleme haben wir in den starken Monaten.

Thomas Schliewe

„Probleme haben wir in den starken Monaten“, erklärt der Bäderbetriebsleiter – und ist in der traditionell heißen Herbst- und Wintersaison. Schon mit 25 Nutzern entwickle sich in der bisherigen Kabine ein „sehr intimes Verhältnis.“ Der Neubau auf der gegenüberliegenden Teichseite schaffe mit doppelter Größe entspannten Platz für 55 Gäste.

Idyllisch, wächst aber mit der Entwicklung nicht mit: die Aufguss-Sauna.

Idyllisch, wächst aber mit der Entwicklung nicht mit: die Aufguss-Sauna. Foto: Ulrich Gösmann

Die 60 Quadratmeter Grundfläche, auf denen das neue Blockbohlenhaus stehen wird, ist seit wenigen Tagen mit Pflöcken abgesteckt. Es soll weit hinten neben dem zuletzt errichteten Ruhehaus stehen und optisch den anderen Holzhäusern entsprechen. Inklusive Vegetativdach, Sandsteinelementen und einer weiteren Duschstation unter freiem Himmel. Sobald die Baugenehmigung vorliegt, kann es losgehen.

Backe an Backe: Mit 25 Nutzern wird‘s schon eng.

Backe an Backe: Mit 25 Nutzern wird‘s schon eng. Foto: Ulrich Gösmann

Die bisherige Aufguss-Sauna soll erhalten bleiben. In welcher Form, darüber werde noch nachgedacht, so Schliewe. In Schwachlastzeiten könnte sie übernehmen, in starken entzerren. Weil Aufgüsse personalintensiv seien, sei auch der automatische Aufguss zur halben Stunde eine Option. Technisch keine Revolution.

Blick aufs neue Blockbohlenhaus.

Blick aufs neue Blockbohlenhaus.

Weitere Wünsche aus der Kundenbefragung sind gespeichert. Etwa der eines Außenbeckens. Bei der Positionierung der neuen Aufguss-Sauna sei daran gedacht und Freiraum gehalten worden. In weiter Ferne sieht Thomas Schliewe den so oft gehörten Wunsch, den Naturteich als Badeteich nutzen zu können. „In der jetzigen Form gibt das die Biologie nicht her“, sagt er. Der Sachverhalt sei wesentlich komplexer als der Gedanke, mal eben in einen schönen Teich zu springen.

Wer sich ein Bild vom Saunadorf machen will, muss nicht zwangsläufig ablegen. Das Parkbad bittet am Ende seiner zweiwöchigen Revision, die vom 16. bis 28. Juli läuft, erneut zum „Tag des offenen Saunagartens“. Dann kommen auch Kunstliebhaber auf ihre Kosten, um Arbeiten des Sendenhorster Künstlers Heinz Christ schweißfrei auf sich wirken zu lassen.

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