Anwohnerversammlung zum Ausbau der Schumannstraße
Keine klare Mehrheit für eine Variante

Ahlen -

Über 40 Anwohner und andere Interessierte am weiteren „Schicksal“ der Schumannstraße trafen sich am Mittwochabend im Sitzungssaal II des Rathauses. Die zentrale Frage lautete: Spielstraße oder 30er-Zone – was wünschen sich die Bürger? Wenn die das doch nur selber wüssten.

Donnerstag, 14.06.2018, 20:30 Uhr

Rund 40 Anwohner der Schumannstraße kamen am Mittwochabend zur Infoveranstaltung ins Rathaus. Die Meinungen bezüglich der zwei vorgestellten Ausbauvarianten gingen auseinander.
Rund 40 Anwohner der Schumannstraße kamen am Mittwochabend zur Infoveranstaltung ins Rathaus. Die Meinungen bezüglich der zwei vorgestellten Ausbauvarianten gingen auseinander. Foto: Peter Schniederjürgen

Robert Reminghorst, stellvertretender Leiter der Ahlener Umweltbetriebe, stellte mittels Computerpräsentation die beiden Alternativen vor. Doch außer über die Positionierung von zwei Straßenbäumen konnte keine Einigung erzielt werden.

Wo soll unser Besuch parken? Wie kommen wir aus der Einfahrt? Was, wenn sich Rollator und Kinderwagen auf dem Gehweg begegnen? Warum sollen wir die Parkplätze für das Krankenhaus stellen? Das waren nur ein paar Fragen, die die Diskussionsteilnehmer umtrieben. Die Vertreter der Stadt schlugen eine Abstimmung per Handzeichen vor – die, nach Augenmaß geschätzt, eine Pattsituation ergab. „Wir werden Sie nun alle noch einmal anschreiben, dann können Sie sich dazu schriftlich äußern“, kündigte Gerrit Hegemann, Teamleiter in der Stadtplanung, an.

Auch der Hinweis auf die Kostenersparnis – die verkehrsberuhigte Zone wäre im Ausbau günstiger als die Spielstraße, womit auch die Anliegerbeiträge geringer ausfielen – trug nicht dazu bei, eine Mehrheit für die eine oder die andere Variante herauszukristallisieren. Ebenso wenig wie die Anzahl der Parkplätze, rund ein Dutzend im ersten und nur acht im zweiten Szenario, oder die längere Haltbarkeit des Asphalts als konventioneller Straßenbelag gegenüber der Spielstraßenpflasterung.

Nun bekommen die Anwohner noch eine Bedenkzeit, denn auch die Nachbarschaft an zwei weiteren Straßen im „Komponistenviertel“ muss zunächst in ähnlicher Weise beteiligt werden. Die Bürgerversammlungen für die Mozart- und die Beethovenstraße finden in der kommenden und der übernächsten Woche statt.

„Wir haben den Auftrag, die Baustraßen im Stadtgebiet auszubauen“, erklärte Robert Reminghorst die Absicht der Stadt. Die teilte er den Bürgern, unterstützt von Marion Kremer, Sabine Grimm und Jörg Eberschneider, mit. Unwidersprochen blieben Reminghorsts Ausführungen zu den geplanten Kanalbauarbeiten. „Dabei werden die Stadtwerke gleich die Leerrohre für ein späteres Glasfaserkabel legen“, ergänzte er.

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