Ab September wird getanzt
„Danceroom“ zieht‘s nach Ahlen

Ahlen -

Der „Danceroom“ bittet jetzt auch in Ahlen zum Tanz. Das Parkett, auf dem die Kurse laufen, verlegen die Trainer selbst. Im Kleiwellenfeld.

Freitag, 10.08.2018, 10:44 Uhr

Die Gesichter hinter der Außenstelle Ahlen: Simon Schroer-Mrosek und Denise Engelbert bitten ab September im Kleiwellenfeld zum Tanz.
Die Gesichter hinter der Außenstelle Ahlen: Simon Schroer-Mrosek und Denise Engelbert bitten ab September im Kleiwellenfeld zum Tanz. Foto: Ulrich Gösmann

Sportlich geht‘s auf letzten freien 280 Qua­dratmetern „Come On“-Leerstand im Gewerbegebiet Kleiwellenfeld weiter. Wo einst die Sauna des Großstudios schwitzen ließ, läuft ab September beim Tanz der Schweiß. Der „Danceroom e.V.“ aus Beckum lässt sich mit einer Außenstelle in Ahlen nieder und ist neuer Mieter in der ehemaligen Glaserei Brockmann. Zielgruppe: alles, was tanzt – vom Kita-Alter bis rauf in die Seniorenklasse. Inklusionskurse inklusive. Hip ist, wer fit ist. Let‘s Dance!

Nein, kein neues kommerzielles Studio. „Wir sind ein gemeinnütziger Verein. Alles Ehrenamtler“, schickt Denise Engelbert forsch vorweg. Es gehe nicht um die Kohle, sondern um den Spaß. Die hauptberufliche Erzieherin und Powerfrau managt mit Simon Schroer-Mrosek die Außenstelle Ahlen. „Danceroom“ sei ein Herzensprodukt. Und nebenan in Beckum seit vielen Jahren erfolgreich. Aktuell sind dort rund 150 Mitglieder am Start. Tänzer und Sponsoren quer durch die Gesellschaft finanzieren die Vereinsarbeit.

Schleppen, Streichen, Verlegen: Die Trainer stemmen den Einzug selbst.

Schleppen, Streichen, Verlegen: Die Trainer stemmen den Einzug selbst. Foto: Ulrich Gösmann

Vor einem Jahr wagten sich die Beckumer rüber nach Ahlen, horchten im „Freiraum“ an der Friedensstraße nach Resonanz. Mit Echo und Erfolg. Jetzt stellt sich der „Danceroom“ im Kleiwellenfeld auf eigene Füße. Doch bevor die tanzen, gibt es noch eine Menge zu tun. Trainer beweisen sich – auch in diesem Fall nach Feierabend – als Handwerker, schleppen, streichen und verlegen das Laminat, das demnächst Parkett ist, selbst. Jeder bringt sich und seine Talente ein. „Wir sind sehr familiär“, lässt Denise Engelbert wissen. Das mache den besonderen Charme aus.

Wir sind sehr familiär.

Denise Engelbert

Tanzräume gibt‘s gleich zwei – 45 und 86 Quadratmeter groß. „Untermieter können sie stundenweise anmieten“, schiebt die gebürtige Kölnerin noch ein – und denkt etwa an Karnevalsvereine, die sich mit ihren Garden auf ihre Auftritte vorbereiten wollen. Die 34-Jährige ist seit 20 Jahren aktive Tänzerin. Zunächst im Juk-Haus – als Kind. Später als Trainerin. Auf einem Contest traf sie auf Luna Stollmeier, die den „Danceroom“ vor sieben Jahren in Beckum aufbaute. Längst gibt die Ahlenerin dort selbst eigene Kurse. Das Angebot reicht von Tänzerischer Früherziehung über Hip-Hop, Breakdance und Zumba bis hin zu Ladystyle. Simon Schroer-Mrosek (23), hauptberuflich kaufmännischer Azubi in einem Autohaus, kündigt Kontakte mit „Funky e.V.“ an. Dem größten inklusiven Tanz-Ensembles Europas. Spezielle Kursangebote würden auf das Zusammenwirken von behinderten und nicht nichtbehinderten Menschen abgestimmt.

Noch sieht man‘s der Halle nicht an, dass drinnen ab September getanzt wird.

Noch sieht man‘s der Halle nicht an, dass drinnen ab September getanzt wird. Foto: Ulrich Gösmann

Die Außenstelle Ahlen setzt auf das Ehrenamt ihrer Trainer, die – wie Denise – alle als Kursteilnehmer im Kindesalter anfingen und jetzt Verantwortung übernehmen. Karolin (18) gibt beim Ladystyle den Ton an, Steffen (19) beim Hip Hop, Izzet (19) beim Modern Dance. Edwina (22) umsorgt die Jüngsten.

Wer mehr über „Danceroom e.V.“ erfahren oder die Vereinsarbeit als Sponsor unterstützen möchte, sollte die Telefonnummer 01 79 / 4 51 37 40 wählen. Alternative Kontaktaufnahme via Mail unter danceroom@hip­hopic.de.

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