Nadine Köttendorf wird Nachfolgerin von Rudolf Blauth
Eine Ahlenerin an der Spitze der VHS

Ahlen -

Die mit Spannung erwartete Entscheidung ist gefallen: Nadine Köttendorf soll zum 1. Dezember in die Nachfolge von VHS-Leiter Rudolf Blauth eintreten. Blauth, der am 31. Januar 2019 seinen letzten Arbeitstag hat, wird dann nach sechzehn Jahren in dieser Funktion in den wohlverdienten Ruhestand wechseln und den Staffelstab an die gebürtige Ahlenerin abgeben.

Freitag, 10.08.2018, 16:00 Uhr

Bürgermeister Dr. Alexander Berger beglückwünschte Nadine Köttendorf: Zum 1. Dezember tritt sie in die Nachfolge von VHS-Leiter Rudolf Blauth ein.
Bürgermeister Dr. Alexander Berger beglückwünschte Nadine Köttendorf: Zum 1. Dezember tritt sie in die Nachfolge von VHS-Leiter Rudolf Blauth ein. Foto: Stadt Ahlen

„Ich freue mich vor allem, dass wir mit Nadine Köttendorf eine waschechte Ahlenerin für diese anspruchsvolle Aufgabe gewinnen konnten“, erklärt Bürgermeister Dr. Alexander Berger in einer Pressemitteilung. Aus mehr als dreißig Bewerbungen, die aus dem gesamten Bundesgebiet eingegangen seien, habe die bislang für Bildung, Beratung und Migration beim DRK im Kreis Borken verantwortliche Diplom-Pädagogin „herausgestochen und auf voller Länge überzeugt“.

Positive Akzente erwartet sich Berger auch von der Besetzung der Leitungsposition mit einer Frau. „Das eröffnet sicherlich ganz neue Blickwinkel, von der die Volkshochschule, aber auch die Stadt profitieren wird.“ Zu ih­rer neuen Aufgabe gratulierte der Verwaltungschef Nadine Köttendorf, der er „viel Kraft und Erfolg sowie eine glückliche Hand bei al len Entscheidungen“ wünsch­t.

Es macht einfach Freude, die Gesellschaft dort mitzugestalten, wo man lebt.

Nadine Köttendorf

Die 41-Jährige versteht ih­re berufliche Rückkehr nach Ahlen auch als Bekenntnis zur Heimatstadt. „Es macht einfach Freude, die Gesellschaft dort mitzugestalten, wo man lebt.“

An der hiesigen Volkshochschule ist Nadine Köttendorf kein gänzlich neues Gesicht. Zur Jahrtausendwende absolvierte die Mutter von zwei Kindern ein studienbegleitendes Praktikum in der Weiterbildungseinrichtung, bevor es sie beruflich in das Westmünsterland und nach Aachen verschlug. Die Fülle an unterschiedlichen Kursen, Projekten und Maßnahmen, die die VHS Ahlen durchführt, findet sie „ausgesprochen spannend und interessant“. Ob Qi Gong, politische Bildung, Excel- oder Gitarrenkurse: „Ich habe die ganze Bandbreite selbst schon organisiert und begleitet“, fürchtet sie sich nicht angesichts des umfangreichen Kurs- und Semesterprogramms.

Als besondere charakteristische Eigenart bezeichnet die künftige VHS-Leiterin „mein Gefühl für das Praktische und die Fähigkeit, Menschen zuzuhören und so zu erfahren, was ihre Wünsche und Bedürfnisse sind“. „Was sind die verborgenen Stärken, die eine Person ausmachen“, sei die Schlüsselfrage, um Menschen zu motivieren. In einer so bunten und vielfältigen Stadt wie Ahlen liege großes Potenzial, „um Dinge gesellschaftlich zu bewegen.“

In der Startphase, die sie noch gemeinsam mit Rudolf Blauth erleben wird, heißt es für Nadine Köttendorf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Volkshochschule an den drei Standorten in Ahlen, Sendenhorst und Drensteinfurt kennenzulernen. Mit den Beschäftigten gemeinsam wolle sie behutsam überlegen, „wo Bewährtes gestärkt und Neues entwickelt werden kann.“ Ihr gesellschaftliches Engagement will Köttendorf nicht nur auf die Tätigkeit als Leiterin der VHS beschränken. Schon geraume Zeit ist sie aktives Mitglied in der Selbsthilfegruppe für Alleinerziehende im Kreis Warendorf. „Das ist wichtige Lobbyarbeit“, sagt sie und macht deutlich, was es ihr bedeutet, „die Gesellschaft dort mitzugestalten, wo man lebt.“

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