Seniorenzentrum „Herbert Wolff“
Die ersten Bewohner sind schon dabei

Ahlen -

Der erste Spatenstich ist getan: Dort, wo das Paul-Gerhardt-Pfarrhaus stand, entsteht ein neues Seniorenwohnzentrum.

Freitag, 10.08.2018, 18:00 Uhr

Hatten sichtlich Spaß beim ersten Spatenstich: Horst Schulte, Architekt Matthias Fritzen, Pfarrer Martin Frost, Vize-Bürgermeisterin Rita Pöppinghaus-Voss, Betreiber Michael Kamp, Pfarrer Hubert Schöning und Investor Michael Maas.
Hatten sichtlich Spaß beim ersten Spatenstich: Horst Schulte, Architekt Matthias Fritzen, Pfarrer Martin Frost, Vize-Bürgermeisterin Rita Pöppinghaus-Voss, Betreiber Michael Kamp, Pfarrer Hubert Schöning und Investor Michael Maas. Foto: Sabine Tegeler

Ein auffrischendes Lüftchen umwirbelt jene, die am Freitagvormittag dorthin gekommen sind, wo Neues entsteht. Wie passend also von Pfarrer Martin Frost, vom „frischen Wind“ zu sprechen. Frischer Wind, den das Seniorenzentrum „Herbert Wolff“ ins Quartier an der Paul-Gerhardt-Straße bringt.

Nach dem Abriss des alten Pfarrhauses entstehen dort in unmittelbarer Nähe zur Paul-Gerhardt-Kirche Seniorenwohn- und -betreuungsmöglichkeiten: zwei Wohngemeinschaften für jeweils zehn Menschen, elf Wohnungen (55 bis 75 Quadratmeter) mit Hausnotruf und individuellen Serviceverträgen sowie eine Tagespflege mit zwölf Plätzen. Betreiber ist der AP-Pflegedienst, hier schon bekannt durch die Seniorenzentren „Drüke Möhne“ und „Domizil“.

AP-Geschäftsführer Michael Kamp hat am Freitag zum ersten Spatenstich geladen – und viele sind gekommen: Stadtbaurat Andreas Mentz und Vize-Bürgermeisterin Rita Pöppinghaus-Voss beispielsweise, Architekt Matthias Fritzen, Michael Maas von der Investorengesellschaft GMP, Vertreter des Presbyteriums der evangelischen Gemeinde, Horst Schulte und Markus Eggert vom Förderverein Paul-Gerhardt-Kirche und weitere mehr.

Über einen Gast freut sich Michael Kamp aber besonders: Monika Schüller-Majowski ist die Enkelin des Namensgebers. Unter der Leitung ihres Opas Herbert Wolff waren das Pfarrhaus, die Kirche und später das Gemeindehaus errichtet worden.

Als Kind habe sie hier die Gemeindearbeit hautnah miterlebt, sagt Monika Schüller-Majowski. So sei es für sie schon berührend, dass nun auf dem Gelände, auf dem sie einst spielte, etwas Neues entsteht. „Aber alles hat seine Zeit“, lächelt die Pfarrers-Enkelin, die dem Quartierswohnen für Senioren nur Gutes abgewinnen kann.

Die ersten Interessierten sind schon da. Hinten Monika Schüller-Majowski, Enkelin von Pfarrer und Namensgeber Herbert Wolff.

Die ersten Interessierten sind schon da. Hinten Monika Schüller-Majowski, Enkelin von Pfarrer und Namensgeber Herbert Wolff. Foto: Sabine Tegeler

Das neue Seniorenzentrum nach Herbert Wolff zu benennen, dafür machte sich der Förderverein Paul-Gerhardt-Kirche stark. Zu Recht, wie Pfarrer Martin Frost findet, denn Herbert Wolff habe hier viele gute Spuren hinterlassen.

Zusammen mit seinem katholischen Kollegen Pfarrer Hubert Schöning hält Frost vor dem Spatenstich eine ökumenische Andacht und beide Geistliche segnen den Ort, auf dem die neuen Gebäude entstehen. Martin Frost dankt noch einmal ausdrücklich Horst Schulte, der den gesamten Entstehungsprozess als kompetenter Ansprechpartner begleitet habe.

Diese Idee des Quartierswohnens verfolge die Stadt ja bereits seit 2011, blickt Rita Pöppinghaus-Voss in ihrer kurzen Ansprache zurück – ein Konzept, das sich mittlerweile an einigen Stellen Ahlens wiederfinde und es Menschen ermöglicht, in ihrem gewohnten Umfeld alt zu werden. „Das ist zukunftsweisend“, lobt Rita Pöppinghaus-Voss dementsprechend auch das Seniorenzentrum „Herbert Wolff“.

Im Herbst 2019, so prognostiziert Michael Maas, sollen die ersten Bewohner einziehen können. Rund 2800 Quadratmeter Fläche hat das Grundstück, es entsteht eine zweigeschossige Bebauung, ein Blockheizkraftwerk entspricht modernem Energiestandard. „Wir setzen auch auf ökologische Langfristigkeit“, sagt Michael Maas.

AP-Geschäftsführer Michael Kamp freut sich derweil schon über die Nachfrage. Einige Damen, die sich bereits um Wohnraum beworben haben, sind sogar am Freitag zu der kleinen Feier gekommen: „Mal schauen, wo man dann wohnt“, schmunzeln sie.

„Es sind aber noch Plätze frei“, versichert Michael Kamp und verweist an sein Büro in Warendorf. Ansprechpartner ist dort Bernd Wesseling, Telefon 0 25 81 / 5 29 98 78.

Anzeige
Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5966421?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F126%2F
Illegales Tierlabor: Ermittlungen ge­gen Mitarbeiter eingestellt
Eine Maus in einem Tierversuch –  nicht alle an Tieren vorgenommenen Experimente sind illegal. Die Uni Münster will jetzt eine Handlungsempfehlung für den Umgang mit Versuchstieren entwickeln.
Nachrichten-Ticker