Ahlen

So., 29.08.2010

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Chaos-Rennen: Nicht nur die Wannen gehen im Wasser baden

Auf die Plätze, fertig, los: Beim Badewannenrennen, das auch in diesem Jahr von der Katholischen Landjugendbewegung, Bezirk Ahlen, ausgetragen wurde, stürzten sich zehn Teams in die Wersefluten. Fotos: (Sebastian Schnurpfeil)
Von Sebastian Schnurpfeil

Ahlen - Von allen Seiten werden sie nass, die Teilnehmer des traditionellen Badewannenrennens, das am Sonntag am Werseufer in Höhe von Vehrings Mühle stattfindet. Und - als ob es nicht schon feucht genug wäre - auch der Wettergott hat kein Nachsehen. Zwischenzeitlich schüttet es wie aus Eimern. Aber das stört hier weder die Landjugendlichen noch die zu Hunderten erschienenen Zuschauer. Dieses Mordsspektakel wollen sie sich keinesfalls entgehen lassen. Frei nach dem Motto „Badewannen sind ja Nässe gewöhnt“ paddeln sich die in ihnen sitzenden Wasserratten munter drauf los.

Mit Schirmen, Trompeten und lauten Schlachtrufen ausgestattet zittern derweil die Zuschauer im wahrsten Sinne des Wortes am Rande der 400 Meter langen Strecke mit und feuern ihre Lieblinge nach Leibeskräften an. „Das hier ist ja kein Kindergeburtstag“, scherzt Hendrik Freitag, dessen Boot passenderweise „Vollgas“ heißt.

In drei Wettbewerben messen sich die zehn teilnehmenden Mannschaften. Im Schönheitswettbewerb schafft es die „Freunde-Wanne“ auf den ersten Platz, die mit ihren individuellen Schriftzügen und Ausstattungen die Jury begeistert. In den Zeitrennen treten je zwei Teams gegeneinander an - Gesamtsieger wird hier die Wanne „Nackt auf dem Pavianfelsen“. Dass es auch im dritten Wettbewerb - dem Chaosrennen - Regeln gibt, mag der Zuschauer am Rande zunächst kaum glauben. Fahren die Boote doch wild durcheinander, bespritzen sich mit Wasser und entern sich gar gegenseitig. Die eine Wanne umfährt die Boje, die andere lässt sie gleich ganz aus. „Das reinste Chaos“, scherzt Britta Zumloh am Mikrofon und feuert über Lautsprecher die führende Wanne sowie ihre Verfolger an.

Der spannendste Moment kommt zum Schluss: Welches Team schafft es als erstes, eine sich in zwei Metern befindliche Glocke ohne das Benutzen weiterer Hilfsmittel zu läuten? Es sind die Auszubildenden des zweiten Lehrjahrs der Firma Kaldewei, die sich letztlich im Chaosrennen durchsetzen. „Die kennen sich ja auch mit Badewannen aus...“, kommentiert ein Zuschauer.


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