Ahlen

Fr., 12.03.2010

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Freizeitbad-Abriss Anfang 2011 - Bis dahin ganz normaler Betrieb

Bis zum Jahresende läuft der Freizeitbad-Betrieb noch wie gehabt.Foto: (Ulrich Gösmann)
Von Ulrich Gösmann

Ahlen - Standortfrage geklärt. Und nun? „Ich gehe davon aus, dass der Betrieb im „Berliner Park“ bis zum Jahresende ganz normal weitergeht“, sagt Bäderchef Hans Jürgen Tröger. Laufe alles nach Plan, könne das Freizeitbad Anfang 2011 abgerissen und zügig mit dem Hallenbad-Neubau begonnen werden. Angepeilte Eröffnung 20 bis 24 Monate später. Im „Finnischen Saunadorf“, das erhalten bleibt, gehen in der Bauphase für zwei Jahre die Öfen aus.

Bäderchef, Aufsichtsrat und Fraktionsspitzen sind zurück von ihrer zweiten Besichtigungstour, die sie nach Bielefeld-Sennestadt im Februar nun am vergangenen Mittwoch nach Oberhausen und Bottrop führte. „Wir haben den Eindruck gewonnen, dass wir nicht eines der drei Bäder so für Ahlen übernehmen können“, fasst Tröger am Morgen danach im „AZ“-Gespräch zusammen. Tenor sei: „Aus allen das Beste herausnehmen.“ Aus Bielefeld sei das etwa die wellenförmige Dachkonstruktion. Im Gegensatz zu den beiden anderen Flachbauten punktete sie durch bessere Optik und Schallschutz. Oberhausen fuhr Minuspunkte durch seinen im Nachhinein zu klein eingeplanten Umkleidetrakt ein, schwamm aber mit einer durchgehenden Wassertiefe von utopischen vier Metern allen anderen davon. Was der Unterwasser-Rugby-Mannschaft geschuldet sei, wie Tröger erklärt. In Ahlen soll sie durchgehend zwei Meter betragen. Im separaten Lehrschwimmbecken ist sie dank des Hubbodens variabel.

„Alle drei Einrichtungen haben Sprungtürme und zeigten sich froh darüber. Sie werden sehr gut angenommen“, nahm der Bäderchef eine wichtige Botschaft mit nach Ahlen. Oberhausen verfüge zudem über ein separates Sprungbecken, sei aber in den Öffnungszeiten stark eingeschränkt, weil das Bad speziell für den Schul- und Vereinssport konzipiert sei. Die Öffentlichkeit schwimme derweil in anderen Bädern. In Ahlen soll der öffentliche Betrieb parallel zu dem von Schulen und Vereinen laufen. Die Bädergesellschaft sei gerade dabei, einen Belegungsplan zu erstellen. Weil künftig mehr Klassen auf einen Standort konzentriert würden, könnte es allerdings sein, dass beispielsweise ein Montag ohne „freies Schwimmen“ gefahren werde. Oder dass an einem weiteren Wochentag Stunden wegfallen. Die Frage nach einem Planschbecken sieht Hans-Jürgen Tröger in Oberhausen positiv beantwortet. Da die Luft zwei Grad über den Wassertemperaturen liegen müsste, sei über eine Nischenlösung nachzudenken. „Schließlich können wir die Raumluft nicht für das ganze Bad auf 36 Grad aufheizen.“

Interessant auch für die Delegation aus Ahlen: Oberhausen nannte Probleme durch seine Lage in einem Wohngebiet, die Tröger mit dem Standortentscheid „pro Park“ von vornherein ausgeräumt sieht.

Die Hallenbad-Eröffnung peilt der Bäderchef für das Jahr 2014 an. Der Eingangsbereich werde dann ein ganz anderer sein. Mit einem modernen Kassensystem und mehr Automaten, um Personalkosten zu sparen. Zu Stoßzeiten werde der Empfang allerdings besetzt sein. Das Bistro soll auch für externe Gäste erreichbar sein. Der Pächter finde dann deutlich bessere Ausgangsmöglichkeiten vor.

Vom Saunadorf bleibt der Außenbereich erhalten. Im Zuge der Neugestaltung des Verbindungstraktes könnte durchaus auch ein größeres Tauchbecken entstehen. Sogar der Einsatz von Sole, von vielen Gästen immer wieder gewünscht und auch als Abwanderungsgrund nach Hamm genannt, könne jetzt wieder Thema sein. Den Sauna-Eintrittspreis will Hans Jürgen Tröger halten. „Sollten wir in zwei Jahren bei 14 Euro liegen, sind die anderen auch schon über 20.“ Selbstredend werde sich regelmäßiges Schwimmen durch Rabattkarten auszahlen.


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