Ahlen

Mi., 01.09.2010

  • Derzeit 0 von 5 Sternen.

Artikelbewertung

Haus Holtermann: Sanierung verzögert sich

Aus der Entfernung macht sie immer noch einen schmucken Eindruck - doch die Fassade des Hauses Holtermann bröckelt und ist dringend sanierungsbedürftig. (Foto: Ulrich Gösmann)
Von Peter Harke

Ahlen - Die Handwerker stehen in den Startlöchern - doch die lange geplante Sanierung der Fassade des Holtermannschen Hauses am Marktplatz verzögert sich erneut. Der ehemalige Inhaber des im Zuge der Beumer-Insolvenz Ende 2008 geschlossenen Bettengeschäfts, der offiziell immer noch Eigentümer des un­ter Zwangsverwaltung stehenden Gebäudes ist, hat bei Gericht Einspruch ge­gen die Durchführung der Maßnahme eingelegt. Das bestätigte Rechtsanwalt Dr. Michael Bien in Hamm auf Anfrage der „Ahlener Zeitung“.

Nachdem das Amtsgericht Ahlen dem Einspruch nicht stattgegeben und der Geschäftsmann gegen diesen Beschluss wiederum Beschwerde eingelegt hat, ist die Sache nun beim Landgericht Münster anhängig. Ein endgültiges Urteil erwartet Dr. Michael Bien binnen der nächsten vier Wochen. Und er rechnet damit, dass der Widerspruch auch in der nächsten Instanz zurückgewiesen wird. Seine Zuversicht gründet der Jurist auf ein Sachverständigen-Gutachten, nach dem die Sanierung der Jugendstilfassade nicht zuletzt aus Gründen der Verkehrssicherheit unbedingt geboten sei. Teile der Stuckornamente sind bereits abgebröckelt. Für das Vorgehen des früheren Hausherrn hat der Zwangsverwalter denn auch wenig Verständnis. Bien wörtlich: „Ich tue mich schwer, das nachzuvollziehen.“

Auch Architekt Volker Lembken, der für die Planung der Instandsetzungsarbeiten verantwortlich zeichnet, ist enttäuscht über das unerwartete juristische Störfeuer. „Das wirft uns im Zeitplan natürlich ein bisschen zurück.“ Eingerüstet werde das Gebäude aber „auf jeden Fall“ in Kürze. Dass das nicht wie angekündigt schon während der Sommerferien geschehen ist, hat allerdings nichts mit dem schwebenden Rechtsstreit zu tun. „Es war schlicht kein Gerüst frei“, so Lembken, „wegen der vielen Baumaßnahmen an den Ahlener Schulen.“ Der Architekt setzt seine Hoffnung auf einen milden Winter „mit Plusgraden und frostfreien Nächten“ und jetzt erst einmal auf eine zügige und kluge Entscheidung des Gerichts: „Hoffen wir das Beste - für das Haus. Jedes Mal, wenn ich auf dem Markt bin und da hoch gucke, wird mir ganz bang.“


Wie bewerten Sie diesen Artikel?

Vielen Dank für Ihre Bewertung.

Nur eine Abstimmung möglich!

Ihre Bewertung wurde geändert.

  • Derzeit 0 von 5 Sternen.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Bewertung: 0/5

1 Stern = überhaupt nicht gut; 5 Sterne = hervorragend

Artikel



Anzeige

WN-Immo Anzeigen

Wohnungen, Häuser, Grundstücke und gewerbliche Immobilien aus Ihrer Region

WN-Aktionen

Verzaubernde Show
Prachtvolle Pferde, atemberaubende Reitkunst - "Apassionata" ist ein Fest für die Sinne und eine Hommage an das Tier. mehr...

Wilde Kreatürken
Die WN präsentieren Bülent Ceylan mit seinem neuen Programm am 10. Mai in der Halle Münsterland. mehr...

Immer mehr drin
Exklusive Angebote für WN-Kunden - wie funktioniert das? mehr...

Anzeige