Ahlen

Mo., 08.03.2010

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Mit 3D wird das Kino auch teurer

Gleich zwei Säle sollen im Cinema für den 3D-Effekt umgerüstet werden.Foto: (Dierk Hartleb)
Von Dierk Hartleb

Ahlen - „Wir sind dran“, versichert Martin Temme. Spätestens seit „Avatar“ ist 3D-Kino auch für den Ahlener Kinobetreiber ein Thema. „Der Film läuft auch bei uns ganz gut“, bestätigt Temme. Aber kein Vergleich mit Hamm, wo das „Cinemaxx“ auf die 40 000er-Besuchermarke zusteuert. „Erfolgreicher waren bislang nur ,Titanic und ,Harry Potter I“, kommentiert Betriebsleiter Carsten Dunke den inzwischen etwas nachlassenden Publikumsansturm. „Mit Avatar haben wir einige Kunden aus Ahlen, Beckum und Oelde zurückgewonnen“, bestätigt Dunke. Bislang verfügt das „Cinemaxx“ über einen 3D-Kinosaal mit 400 Plätzen.

In Ahlen sollen es gleich zwei 3D-Säle werden. Aber bei einer Investitionssumme von knapp einer Viertelmillion Euro muss auch Martin Temme erst einmal schlucken. Selbst nach dem bislang erfolgreichsten Kinojahr in der fünfjährigen Geschichte des Cinemas sind 250 000 Euro keine Lappalie.

Weil die Säle im Cinema deutlich kleiner sind als die in den Multiplexkinos in Hamm, Lippstadt oder Münster muss Temme gleich zwei Säle mit der 3D-Technik ausrüsten, damit er bei dem zu erwartenden künftigen Ansturm bei Filmen wie „Für immer Shrek“ oder „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“, dessen erster Teil ab 18. November gegen Ende des Jahres die Kassen noch einmal klingeln lassen soll, die meisten Besucheranfragen erfüllen kann. Und bis dahin wird jeden Monat mindestens ein weiterer Film in 3D in die Kinos kommen, so wie gerade der viel gelobte „Alice im Wunderland“.

Das dreidimensionale Seherlebnis ist für den Besucher allerdings auch mit Umstand verbunden. Er wird dafür eine Brille aufsetzen und tiefer in die Tasche greifen müssen - gedacht ist an einen Aufpreis von drei Euro. „Der Aufwand wird einfach größer“, begründet Martin Temme die Verteuerung der Kinokarte. Die Brillen müssen beispielsweise nach Gebrauch desinfiziert werden.

Eine Zeit lang hatte er auf die NRW-Filmstiftung gehofft. Doch die Kassen sind auch bei den Zuschussgebern leer. „Ich bitte unsere Besucher noch um etwas Geduld“, appelliert der Kinobetreiber an seine Kundschaft, die ihm bisher die Treue gehalten hat.


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